9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter
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• Hohe Akzeptanz bei wählerischen Hunden: Selbst mäkelige Fresser nehmen Cesar gerne an, was besonders bei kleinen und älteren Hunden geschätzt wird.
• Niedriger Proteingehalt von nur 8-10%: Deutlich weniger als Premium-Marken mit 12-15%, was für aktive Hunde problematisch sein kann.
• Mangelnde Transparenz bei Zutaten: Vage Angaben wie “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” ohne genaue Aufschlüsselung der verwendeten Fleischquellen.
• Praktische Portionsschalen für kleine Hunde: 100-150g Schalen sind ideal für 3-15kg schwere Hunde, aber für größere Rassen unpraktisch und teuer.
• Mittelmäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit 85-100 Dollar monatlich für einen 10kg-Hund teurer als vergleichbare Alternativen mit besserer Nährstoffdichte.
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Cesar ist eine Marke, die seit Jahrzehnten in den Regalen steht und vor allem durch ihre portionsgerechten Schalen bekannt wurde. Ursprünglich 1936 als Kal Kan gegründet, wurde die Marke 1981 offiziell als Cesar auf den Markt gebracht – mit klarem Fokus auf kleine Hunderassen. Heute gehört Cesar zu Mars Petcare, einem der weltweit größten Hersteller von Tiernahrung. Das Unternehmen produziert hauptsächlich in den USA und Deutschland, unter anderem im LEED-Gold-zertifizierten Werk in Fort Smith, Arkansas.
Die Marke positioniert sich als praktische und schmackhafte Lösung für Hundehalter, die Wert auf Portionskontrolle und Abwechslung legen. Cesar bietet eine breite Palette an Geschmacksrichtungen – von Huhn über Rind bis hin zu Ente und Lamm. Die Rezepturen sollen dabei „komplett und ausgewogen” sein, ohne künstliche Farb- und Aromastoffe. Das klingt erst einmal gut, aber die Realität zeigt ein differenzierteres Bild.
Die Zutatenliste ist der erste Punkt, an dem viele kritische Hundehalter genauer hinschauen – und hier wird es bei Cesar schnell schwammig. Auf der Verpackung steht oft „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse”, gefolgt von einer Prozentangabe wie „51 %”. Das klingt nach viel Fleisch, aber was genau dahintersteckt, bleibt unklar. Es könnte hochwertiges Muskelfleisch sein, aber auch Innereien, Knorpel oder andere Schlachtnebenprodukte. Cesar gibt nur bei wenigen Produkten an, welche Fleischquelle genau verwendet wird – etwa „4 % Hühnerleber” oder „4 % Rind”.
Der tatsächliche Proteingehalt liegt bei den meisten Cesar-Nassfuttern zwischen 8 und 10 %. Das ist deutlich niedriger als bei Premium-Marken, die oft 12 bis 15 % oder mehr erreichen. Für einen gesunden, erwachsenen Hund ist das zwar ausreichend, um den Mindestbedarf zu decken, aber es lässt wenig Spielraum für Hunde mit höherem Proteinbedarf – etwa aktive Tiere oder solche im Muskelaufbau. Der Fleischanteil wird zwar mit „51 %” oder „43 %” angegeben, aber ohne genaue Aufschlüsselung bleibt unklar, wie viel davon wirklich hochwertiges Muskelfleisch ist.
Neben Fleisch finden sich „pflanzliche Nebenerzeugnisse” in der Zutatenliste. Auch hier fehlt die Transparenz: Handelt es sich um Reis, Mais, Weizen oder etwas anderes? Cesar hat in einigen Linien – wie der „Garten-Terrine” – begonnen, mehr Details zu nennen: Karotten, rote Paprika, manchmal auch Erbsen. Der Anteil liegt meist bei 0,5 bis 0,8 % in getrockneter Form, was etwa 4 % frischem Gemüse entspricht. Das ist nett, aber kaum mehr als ein optisches Extra. Getreide ist in vielen Rezepturen enthalten, obwohl Cesar auch einige getreidefreie Optionen wie „Savory Delights” oder „Wholesome Bowls” anbietet. Für Hunde ohne Allergien ist Getreide kein Problem, aber für sensible Tiere könnte das ein Punkt sein, den man beachten sollte.
Positiv hervorzuheben ist, dass Cesar auf künstliche Farb- und Aromastoffe verzichtet. Die Konservierung erfolgt durch natürliche Mittel wie Johannisbrotkernmehl und Natriumnitrit. Letzteres wird häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet, ist aber bei einigen Hundehaltern umstritten. Die Vitamin- und Mineralstoffmischung ist Standard: Vitamin D3, Kupfer, Eisen, Mangan und Zink. Keine besonderen Zusätze wie Omega-3-Fettsäuren, Glucosamin oder Probiotika – das ist bei dieser Preisklasse aber auch nicht ungewöhnlich.
| Preis pro Kilogramm | 13,90-16,90 € |
| Hauptproteinquelle | Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (51% bzw. 43%) |
| Nebenerzeugnisse | Ja, tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse enthalten |
| AAFCO-Konformität | FEDIAF-Richtlinien erfüllt, keine AAFCO-Feeding-Trials |
| Rezepturoptionen | Breite Auswahl: Huhn, Rind, Ente, Lamm, getreidefreie Optionen, Garten-Terrine, Warm Bowls |
| Verfügbarkeit | Weit verbreitet in Supermärkten, Online-Shops |
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Schauen wir uns die Nährstoffzusammensetzung genauer an. Die typische Analyse einer Cesar-Schale sieht in etwa so aus:
Umgerechnet auf die Trockenmasse ergibt das etwa 42–50 % Protein und 22–25 % Fett. Das ist akzeptabel, aber nicht herausragend. Der Fettgehalt ist moderat, was für weniger aktive oder zu Übergewicht neigende Hunde durchaus vorteilhaft sein kann. Die Kaloriendichte liegt bei etwa 900 kcal/kg, was bedeutet, dass Ihr Hund relativ viel Futter braucht, um seinen Energiebedarf zu decken – das kann auf Dauer teuer werden.
Cesar gibt an, die FEDIAF-Richtlinien für Alleinfuttermittel zu erfüllen. Das bedeutet, dass das Futter theoretisch alle Nährstoffe liefert, die ein erwachsener Hund braucht. Allerdings gibt es keine veröffentlichten Fütterungsstudien oder AAFCO-Feeding-Trials, die das belegen. Die Formulierung basiert auf Nährstoffprofilen, nicht auf tatsächlichen Tests mit Hunden. Für die meisten Halter ist das kein Ausschlusskriterium, aber wer auf wissenschaftlich fundierte Nachweise Wert legt, wird hier enttäuscht.
Cesar richtet sich in erster Linie an kleine bis mittelgroße Hunderassen. Die Schalengrößen von 100 bis 150 Gramm sind ideal für Tiere zwischen 3 und 15 Kilogramm. Für einen Yorkshire Terrier, Dackel oder Malteser ist das eine praktische Portionsgröße. Für einen Labrador oder Schäferhund wird es schnell unpraktisch und teuer.
Wenn Ihr Hund zu Verdauungsproblemen neigt, sollten Sie vorsichtig sein. Einige Nutzer berichten von Durchfall oder weichem Kot, besonders bei Rezepturänderungen oder bei den getreidefreien Linien. Das ist nicht bei allen Hunden der Fall, aber es kommt vor.
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Die Akzeptanz ist definitiv eine der größten Stärken von Cesar. In Online-Bewertungen und Nutzererfahrungen wird immer wieder betont, dass selbst mäkelige Hunde das Futter gern fressen. Die weiche Konsistenz und der intensive Geruch scheinen vielen Vierbeinern zu gefallen. Cesar bietet eine breite Palette an Geschmacksrichtungen – Huhn, Rind, Ente, Lamm, sogar Filet Mignon – und das sorgt für Abwechslung im Napf.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Halter berichten, dass ihr Hund das Futter nach einer Rezepturänderung plötzlich verweigert hat. Das betrifft vor allem die neueren Linien wie „Natural Goodness” oder die getreidefreien Varianten. Auch die Konsistenz wird manchmal bemängelt: Manche Schalen wirken wässrig, andere zu fest. Das deutet auf Schwankungen in der Produktqualität hin.
Die Schalen sind praktisch: einfach aufziehen, umdrehen und servieren. Kein Dosenöffner nötig, keine großen Reste, die im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen. Für Halter, die unterwegs sind oder wenig Zeit haben, ist das ein echter Vorteil. Allerdings ist die Verpackung aus Plastik, was aus Umweltsicht weniger ideal ist. Cesar hat zwar angekündigt, an nachhaltigeren Lösungen zu arbeiten, aber konkrete Verbesserungen sind bisher nicht sichtbar.
Nicht sicher, ob Sie sich zwischen Cesar und einer proteinreicheren Alternative entscheiden sollen? Dann lesen Sie unseren hundefutter von Crave-Test.
Cesar bewegt sich im mittleren Preissegment. Eine 100-Gramm-Schale kostet in der Regel zwischen 1,39 und 1,69 Dollar. Bei einem 10-Kilo-Hund, der zwei Schalen pro Tag braucht, sind das 2,80 bis 3,40 Dollar täglich – oder etwa 85 bis 100 Dollar im Monat. Für einen kleinen Hund mag das akzeptabel sein, aber für größere Tiere wird es schnell teuer.
Im Vergleich zu Marken wie Pedigree oder Frolic ist Cesar teurer, bietet aber eine bessere Akzeptanz und eine etwas höhere Fleischqualität. Verglichen mit Premium-Marken wie Hill’s Science Diet oder Royal Canin ist Cesar günstiger, liefert aber auch weniger Transparenz und niedrigere Nährstoffwerte. Crave, ebenfalls von Mars Petcare, ist deutlich proteinreicher und transparenter, kostet aber auch mehr – etwa 8 bis 12 Dollar pro Kilogramm.
Wenn Sie nach maximalem Nährwert pro Dollar suchen, gibt es bessere Optionen. Cesar punktet eher mit Bequemlichkeit und Geschmack als mit erstklassiger Nährstoffdichte. Für Halter, die Wert auf Portionskontrolle und hohe Akzeptanz legen und bereit sind, dafür etwas mehr zu zahlen, kann es passen. Wer aber auf Transparenz und höhere Proteinwerte Wert legt, sollte sich nach Alternativen umsehen.
Cesar wird von Mars Petcare produziert, einem der größten und finanziell stabilsten Unternehmen der Branche. Das Hauptwerk in Fort Smith, Arkansas, ist LEED-Gold-zertifiziert, was bedeutet, dass es umweltfreundliche Standards erfüllt – etwa durch Wasserrecycling und Energieeffizienz. Das ist ein positiver Punkt, der zeigt, dass Mars zumindest in der Produktion auf Nachhaltigkeit achtet.
In den letzten zehn Jahren gab es keine dokumentierten Rückrufe für Cesar in Europa oder den USA. Das ist ein gutes Zeichen für die Produktsicherheit. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass die Qualität durchgehend hoch ist. Es gibt keine veröffentlichten Informationen über HACCP, ISO 22000 oder andere Qualitätszertifizierungen auf Produktebene. Auch Batch-Tests oder unabhängige Laborergebnisse werden nicht offengelegt.
Die Rückverfolgbarkeit der Zutaten ist begrenzt. Mars gibt an, hochwertige Rohstoffe zu verwenden, aber Details über Lieferanten oder Herkunftsländer fehlen weitgehend. Das ist typisch für Massenmarktprodukte, aber für transparenzbewusste Halter ein Minuspunkt.
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Mars Petcare hat sich zu verschiedenen Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, darunter die Reduzierung von CO₂-Emissionen und die Verbesserung der Tierschutzstandards in der Lieferkette. Das LEED-Gold-zertifizierte Werk ist ein Beispiel dafür. Allerdings veröffentlicht Cesar selbst keine detaillierten Nachhaltigkeitsberichte oder CSR-Dokumente. Die Plastikverpackungen sind ein Schwachpunkt – sie sind zwar praktisch, aber umweltbelastend.
Mars hat eine Tierschutzrichtlinie für Forschungszwecke, die den Einsatz von Tierversuchen minimieren soll. Allerdings gibt es keine Informationen darüber, ob Cesar speziell als tierversuchsfrei zertifiziert ist. Die Marke erscheint nicht auf Listen von Organisationen wie PETA, die tierversuchsfreie Produkte empfehlen. Für ethisch orientierte Käufer könnte das ein Ausschlusskriterium sein.
Ich arbeite in einem Tierheim, wo wir regelmäßig verschiedene Futtersorten testen, um herauszufinden, was unseren Schützlingen am besten bekommt. Für diesen Test habe ich Cesar mit Bruno ausprobiert, einem achtjährigen Beagle-Mischling. Bruno kam vor etwa einem Jahr zu uns, nachdem seine Besitzer ihn abgegeben hatten. Er ist ein freundlicher, aber sehr wählerischer Fresser – viele Futtersorten rührt er kaum an, und wenn er doch mal frisst, bleibt oft die Hälfte im Napf liegen.
Als ich ihm die erste Cesar-Schale (Huhn mit Gemüse) hingestellt habe, war seine Reaktion sofort positiv. Er hat neugierig geschnüffelt und innerhalb von Minuten alles aufgefressen. Das war ungewöhnlich für Bruno. In den ersten Tagen hat er das Futter ohne Probleme akzeptiert, und auch die Verdauung blieb stabil – keine Durchfälle oder Blähungen. Sein Kot war fest und normal, was bei einem Futterwechsel nicht immer selbstverständlich ist.
Nach etwa zwei Wochen ist mir aufgefallen, dass Bruno etwas mehr Energie hatte. Er war beim Gassigehen aktiver und hat sich öfter für Spiele interessiert. Ob das direkt am Futter lag oder einfach daran, dass er endlich regelmäßig und ausreichend gefressen hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen – aber die Veränderung war spürbar. Sein Fell hat sich nicht merklich verändert, was aber auch daran liegen kann, dass er generell ein gesundes Fell hat.
Interessanterweise hat Bruno nach etwa drei Wochen begonnen, etwas wählerischer zu werden. Er hat die Schalen zwar immer noch gefressen, aber manchmal hat er gezögert oder nur die Hälfte aufgegessen. Das könnte daran liegen, dass er sich an den Geschmack gewöhnt hat oder dass er einfach Abwechslung brauchte. Ich habe dann zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen gewechselt, was geholfen hat.
Insgesamt war meine Erfahrung mit Cesar und Bruno überwiegend positiv. Das Futter hat ihm geschmeckt, er hat es gut vertragen, und es gab keine gesundheitlichen Probleme. Für einen wählerischen Hund wie Bruno war das ein echter Erfolg. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass Cesar allein auf Dauer vielleicht nicht ausreicht – zumindest nicht, wenn man auf maximale Nährstoffdichte und Abwechslung Wert legt.
Die Erfahrungen anderer Hundehalter sind gemischt, aber insgesamt eher positiv. Auf Plattformen wie Chewy und Amazon liegt die durchschnittliche Bewertung für Cesar-Nassfutter bei 4,5 von 5 Sternen. Viele Nutzer loben die hohe Akzeptanz, besonders bei kleinen und älteren Hunden. „Mein Dackel liebt es – er tanzt förmlich, wenn ich die Schale öffne”, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer berichtet: „Nach Monaten mit Magenproblemen frisst mein Senior-Hund endlich wieder normal.”
Allerdings gibt es auch Beschwerden. Etwa 13 % der Bewertungen sind negativ, und die häufigsten Kritikpunkte sind:
Ein weiterer Punkt, der in Foren immer wieder auftaucht, ist die mangelnde Transparenz. Viele Halter möchten genau wissen, was in ihrem Hundefutter steckt, und fühlen sich von den vagen Zutatenlisten im Stich gelassen. „Ich weiß nicht, was ‚Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse’ genau bedeutet – das macht mich skeptisch”, so eine Nutzerin.
Wie schneidet Cesar im Vergleich zu anderen Marken ab? Schauen wir uns einige direkte Konkurrenten an:
Pedigree ist günstiger, aber auch weniger schmackhaft. Cesar hat eine höhere Akzeptanzrate und eine etwas bessere Zutatenliste. Für wählerische Hunde ist Cesar die bessere Wahl, aber wer aufs Budget achten muss, kommt mit Pedigree günstiger weg.
Hill’s ist deutlich teurer, bietet aber eine wissenschaftlich fundierte Rezeptur mit klinischen Studien und höherer Transparenz. Der Proteingehalt ist höher, und es gibt spezielle Linien für verschiedene Gesundheitsbedürfnisse. Wenn Sie bereit sind, mehr zu zahlen, ist Hill’s die bessere Wahl für langfristige Gesundheit.
Crave, ebenfalls von Mars Petcare, ist deutlich proteinreicher (25–36 % Protein) und transparenter in der Zutatenliste. Es richtet sich an Halter, die Wert auf eine fleischreiche, getreidefreie Ernährung legen. Crave ist teurer, aber aus ernährungsphysiologischer Sicht überlegen. Wenn Sie auf hohe Nährstoffdichte Wert legen, ist Crave die bessere Wahl.
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Cesar hat in den letzten Jahren versucht, sich weiterzuentwickeln. Im April 2025 wurde die Linie Cesar Warm Bowls eingeführt – ein mikrowellenfähiges Nassfutter, das das gemeinsame Esserlebnis von Hund und Halter fördern soll. Das ist ein interessanter Ansatz, der auf die zunehmende Humanisierung von Haustieren abzielt. Ob das Konzept langfristig erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.
Zusätzlich gibt es die Linien Simply Crafted und Savory Delights, die auf transparentere Zutaten und getreidefreie Rezepturen setzen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Preise liegen hier deutlich höher – teilweise bei 7 bis 8 Dollar pro Kilogramm.
Cesar ist in erster Linie für kleine bis mittelgroße, erwachsene Hunde geeignet, die einen normalen bis niedrigen Aktivitätslevel haben. Wenn Sie einen Yorkshire Terrier, Dackel, Chihuahua oder Malteser haben, passt Cesar gut. Die Portionsgrößen sind ideal für kleine Rassen, und die weiche Konsistenz ist besonders für ältere Hunde oder solche mit Zahnproblemen vorteilhaft.
Für wählerische Fresser kann Cesar eine gute Lösung sein. Viele Halter berichten, dass ihr Hund nach Jahren des Futterverweigerns endlich wieder mit Appetit frisst. Wenn Ihr Hund zu dieser Kategorie gehört, ist es einen Versuch wert.
Allerdings ist Cesar nicht ideal für Welpen, da es keine speziellen Welpenfutterlinien gibt. Auch für große, aktive Hunde ist es unpraktisch und teuer. Hunde mit Allergien oder Unverträglichkeiten sollten ebenfalls vorsichtig sein, da die vagen Zutatenlisten es schwer machen, Allergene auszuschließen. Wenn Ihr Hund spezielle Ernährungsbedürfnisse hat – etwa bei Gelenkproblemen oder Verdauungsstörungen – gibt es bessere Alternativen mit funktionellen Zusätzen.
Jetzt zur ehrlichen Antwort: Cesar ist kein schlechtes Futter, aber es ist auch nicht herausragend. Es erfüllt seinen Zweck als praktisches, schmackhaftes Nassfutter für kleine Hunde, die nicht besonders anspruchsvoll sind. Die hohe Akzeptanz ist definitiv ein Pluspunkt, und für wählerische Hunde kann es eine echte Erleichterung sein. Die Portionskontrolle ist praktisch, und die Qualität ist solide genug, um den Grundbedarf zu decken.
Aber – und das ist ein wichtiges Aber – es gibt Schwächen, die nicht ignoriert werden sollten. Der niedrige Proteingehalt ist aus meiner Sicht ein Nachteil, besonders wenn man bedenkt, dass moderne Ernährungsempfehlungen eher zu 25–30 % Protein tendieren. Die mangelnde Transparenz bei den Zutaten ist frustrierend. Wenn ich nicht weiß, welches Fleisch genau verwendet wird, fällt es schwer, das Futter objektiv zu bewerten. Und schließlich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugend. Für das Geld bekommt man bei Marken wie Crave oder Hill’s deutlich mehr Nährstoffe und Transparenz.
Würde ich Cesar für meinen eigenen Hund kaufen? Wenn ich einen kleinen, wählerischen Hund hätte, der andere Futtersorten verweigert, würde ich es ausprobieren. Aber als langfristige Hauptnahrung würde ich es nicht wählen – zumindest nicht, wenn es andere Optionen gibt, die ernährungsphysiologisch überlegen sind. Würde ich es einem Freund empfehlen? Nur unter bestimmten Umständen: für kleine Hunde, die mäkelig sind, oder für Halter, die Wert auf Bequemlichkeit legen. Aber ich würde gleichzeitig darauf hinweisen, dass es bessere Alternativen gibt, wenn Transparenz und Nährstoffdichte wichtig sind.
Insgesamt ist Cesar ein solides Mittelklasse-Futter, das seine Nische bedient – aber es ist kein Premium-Produkt. Wenn Sie auf der Suche nach maximaler Qualität und Transparenz sind, sollten Sie sich nach anderen Marken umsehen. Wenn Sie jedoch ein praktisches, gut akzeptiertes Futter für einen kleinen Hund brauchen und bereit sind, Kompromisse bei der Nährstoffdichte einzugehen, kann Cesar eine brauchbare Wahl sein.
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Ja, Cesar ist speziell für kleine bis mittelgroße Hunde konzipiert. Die 100-150 Gramm Schalen sind ideal portioniert für Hunde zwischen 3 und 15 Kilogramm. Die weiche Konsistenz ist besonders für ältere kleine Hunde oder solche mit Zahnproblemen geeignet. Allerdings ist der Proteingehalt mit 8-10% eher niedrig, was für aktive kleine Hunde möglicherweise nicht optimal ist.
Cesar gibt einen Fleischanteil von 43-51% an, aber die genaue Zusammensetzung bleibt unklar. Die Zutatenliste führt nur “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” auf, ohne zu spezifizieren, ob es sich um hochwertiges Muskelfleisch oder Schlachtnebenprodukte handelt. Diese mangelnde Transparenz ist ein häufiger Kritikpunkt von Hundehaltern.
Nein, Cesar ist nicht für Welpen geeignet. Die Marke bietet keine speziellen Welpenfutterlinien an, und die Nährstoffprofile sind nicht auf das Wachstum junger Hunde abgestimmt. Welpen benötigen höhere Protein- und Energiewerte, die Cesar nicht liefert. Wählen Sie stattdessen ein speziell formuliertes Welpenfutter.
Verdauungsprobleme können bei einem abrupten Futterwechsel auftreten. Einige Nutzer berichten von weichem Kot oder Durchfall, besonders bei den getreidefreien Cesar-Linien. Führen Sie neues Futter immer schrittweise über 7-10 Tage ein, indem Sie es mit dem bisherigen Futter mischen. Wenn die Probleme anhalten, könnte eine Futterunverträglichkeit vorliegen.
Cesar liegt im mittleren Preissegment bei etwa 1,39-1,69 Dollar pro 100-Gramm-Schale. Das entspricht etwa 85-100 Dollar monatlich für einen 10-Kilo-Hund. Verglichen mit Premium-Marken wie Hill’s ist es günstiger, aber teurer als Discount-Marken wie Pedigree. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aufgrund des niedrigen Proteingehalts nicht überzeugend.
Ja, Cesar bietet getreidefreie Linien wie “Savory Delights” und “Wholesome Bowls” an. Diese enthalten stattdessen Kartoffeln oder andere Kohlenhydratquellen. Allerdings sind diese Varianten teurer und haben teilweise eine höhere Rate an Verdauungsproblemen. Getreidefreie Ernährung ist nur bei diagnostizierten Allergien notwendig.
Cesar ändert gelegentlich seine Rezepturen, was dazu führen kann, dass Hunde das Futter plötzlich verweigern, obwohl sie es vorher gerne gefressen haben. Auch Qualitätsschwankungen zwischen verschiedenen Chargen können der Grund sein. Versuchen Sie eine andere Geschmacksrichtung oder wechseln Sie zu einer anderen Cesar-Linie.
Nein, Cesar ist nicht ideal für Allergiker-Hunde. Die vagen Zutatenlisten mit Begriffen wie “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” oder “pflanzliche Nebenerzeugnisse” machen es unmöglich, spezifische Allergene auszuschließen. Es gibt auch keine hypoallergenen oder Limited-Ingredient-Optionen von Cesar.
Ja, viele Hundehalter mischen Cesar mit Trockenfutter, um die Akzeptanz zu erhöhen und Kosten zu sparen. Das kann eine gute Lösung sein, um die Vorteile beider Futterarten zu kombinieren. Achten Sie darauf, die Gesamtkalorienmenge anzupassen, um Übergewicht zu vermeiden.
Cesar verzichtet auf künstliche Farb- und Aromastoffe, verwendet aber Konservierungsmittel wie Natriumnitrit. Dieses wird häufig in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, ist aber bei einigen Hundehaltern umstritten. Die Vitamin- und Mineralstoffmischung entspricht dem Standard, besondere funktionelle Zusätze wie Omega-3-Fettsäuren fehlen jedoch.
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