9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter
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Tierheim-Helferin, zertifizierte Ernährungsberaterin und Hundenärrin
• Kaltpressung als Alleinstellungsmerkmal: Markus Mühle produziert ausschließlich kaltgepresstes Trockenfutter ohne Extrusion, was schonende Nährstoffverarbeitung verspricht, aber steinharte Kroketten zur Folge hat.
• Deutliche Verbesserung der Kotqualität: Sowohl die Tierheimtests als auch Nutzererfahrungen bestätigen festeren, kleineren Stuhlgang und weniger Blähungen bei empfindlichen Hunden.
• Begrenzte wissenschaftliche Validierung: Trotz Premium-Anspruch fehlen veröffentlichte Fütterungsstudien, Verdaulichkeitswerte und AAFCO-Zertifizierung für fundierte Qualitätsbewertung völlig.
• Moderate Nährstoffprofile für Durchschnittshunde: Mit 24% Protein und 10% Fett ideal für normal aktive erwachsene Hunde, aber ungeeignet für Hochleistungs- oder Arbeitshunde.
• Akzeptanzprobleme bei wählerischen Fressern: Signifikante Minderheit verweigert das Futter komplett oder nach Chargenwechseln, was die Planbarkeit für Halter erschwert.
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Markus Mühle ist eine dieser Marken, die man nicht im Supermarkt findet, sondern eher im Fachhandel oder online. Das Unternehmen setzt auf Kaltpressung statt Extrusion, verzichtet auf künstliche Zusätze und produziert ausschließlich in Deutschland. Für viele Hundehalter klingt das nach genau dem, was sie suchen – aber es gibt auch kritische Stimmen, vor allem was die Krokettenhärte und die Akzeptanz bei wählerischen Hunden angeht.
Markus Mühle wurde vor über 60 Jahren von Josef Olberts im Westerwald gegründet. Sein Sohn Markus entwickelte später das erste kaltgepresste Hundefutter der Marke. Seitdem ist das Unternehmen in Familienhand geblieben und hat sich auf naturnahe Ernährung spezialisiert. Die Produktion findet ausschließlich in Deutschland statt, angetrieben durch Wasserkraft.
Die Philosophie der Marke lautet „Im Einklang mit der Natur”. Das bedeutet: keine Tierversuche, kein Palmöl, keine gentechnisch veränderten Organismen und keine chemischen Zusätze. Ein Teil der Gewinne fließt in Tierschutzprojekte. Markus Mühle positioniert sich klar im Premium-Segment, richtet sich an Halter, die Wert auf Transparenz und Qualität legen, und bleibt bewusst ein Nischenanbieter.
Das Sortiment ist überschaubar, aber gezielt aufgebaut. Es gibt drei Hauptlinien: NaturNah (der Klassiker für alle Altersgruppen), Black Angus (mit Rindfleisch, unterteilt in Junior, Adult und Senior) und mehrere Single-Protein-Varianten wie Hirsch, Lamm, Ziege und Gans. Dazu kommt die Premium-Linie TRUE NATURE mit Meeresalgen und Omega-3-Komplex sowie eine vegetarische Variante.
Alle Produkte sind Trockenfutter, kaltgepresst. Nassfutter gibt es nicht. Die Auswahl ist also deutlich kleiner als bei Konkurrenten wie Mera, die sowohl Trocken- als auch Nassfutter in verschiedenen Segmenten anbieten. Für Halter, die gezielt nach kaltgepresstem Futter suchen, ist das Sortiment jedoch ausreichend.
In Deutschland und Europa ist Markus Mühle gut erhältlich, vor allem online über Zooplus, Bitiba und den eigenen Shop. In den USA ist das Futter kaum verfügbar – es gibt keine offizielle Vertriebsstruktur und keine AAFCO-Zertifizierung für den US-Markt. Wer in Nordamerika lebt, wird Schwierigkeiten haben, das Futter zu bekommen.
| Preis pro Kilogramm | 3,50 € (NaturNah) bis 5,27 € (TRUE NATURE) |
| Hauptproteinquelle | Geflügel, Rind, Hirsch, Lamm, Ziege oder Gans (je nach Produktlinie) |
| Nebenerzeugnisse | Keine – verwendet Muskelfleisch und Innereien statt Tiermehl |
| AAFCO-Konformität | Nein – erfüllt FEDIAF-Standards, keine AAFCO-Zertifizierung |
| Rezepturoptionen | NaturNah, Black Angus (Junior/Adult/Senior), Single-Protein-Varianten, TRUE NATURE, vegetarisch |
| Verfügbarkeit | Deutschland und Europa über Fachhandel und Online-Shops, nicht in den USA verfügbar |
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Schauen wir uns an, was wirklich im Napf landet. Markus Mühle wirbt mit natürlichen, hochwertigen Zutaten – aber was bedeutet das konkret?
Je nach Linie kommen Geflügel, Rind, Hirsch, Lamm, Ziege oder Gans zum Einsatz. Die NaturNah-Linie kombiniert Geflügel, Wild und Eier. Black Angus setzt auf Rindfleisch aus artgerechter Haltung. Die Single-Protein-Varianten sind für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten gedacht und enthalten jeweils nur eine tierische Proteinquelle.
Was positiv auffällt: Es wird kein Tiermehl verwendet. Die Proteine stammen aus Muskelfleisch und Innereien, was eine hohe biologische Wertigkeit bedeutet. Allerdings gibt das Unternehmen nicht genau an, aus welchen Ländern oder Regionen die Rohstoffe stammen – nur, dass sie GMO-frei und rückverfolgbar sind.
Als Kohlenhydratquellen dienen vor allem Kartoffeln und brauner Reis, in manchen Linien auch Hirse oder Amaranth. Getreidefreie Optionen sind verfügbar. Der Kohlenhydratanteil liegt bei rund 48–55 %, was für kaltgepresstes Futter typisch ist, aber höher als bei vielen extrudierten Premium-Futtern.
Füllstoffe im klassischen Sinne – also billige Streckmittel ohne Nährwert – sind nicht zu finden. Die verwendeten Kohlenhydrate sind gut verdaulich und liefern Energie. Trotzdem sollten Halter von sehr aktiven oder kohlenhydratempfindlichen Hunden darauf achten, dass der Fleischanteil moderat ist.
Der Fettgehalt bewegt sich zwischen 10 und 13 %, was im mittleren Bereich liegt. TRUE NATURE bietet mit 12 % etwas mehr, was durch den Zusatz von Fischöl und Meeresalgen erklärt wird. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren werden durch natürliche Quellen wie Lachsöl und Leinsamen bereitgestellt.
Das ist gut für Haut, Fell und Gelenkgesundheit. Allerdings fehlen genaue Angaben zu den Omega-Verhältnissen – ein Punkt, den wissenschaftlich orientierte Halter vermissen könnten.
Markus Mühle verzichtet konsequent auf künstliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Stattdessen wird mit natürlichen Antioxidantien gearbeitet, etwa durch die hauseigene „Acticell Fruit Power”-Mischung aus Ananas, Apfel, Mango und Beeren. Diese soll das Immunsystem stärken und Zellalterung vorbeugen.
Vitamine und Mineralstoffe werden zugesetzt, um den Bedarf zu decken. Die Mengen entsprechen den FEDIAF-Richtlinien. Was fehlt, sind detaillierte Angaben zu Spurenelementen wie Zink, Selen oder Jod – hier bleibt die Transparenz hinter der von Marken wie Orijen oder Acana zurück.
Es gibt keine offensichtlichen Problemzutaten. Kein Mais, kein Weizen, kein Soja, keine Schlachtabfälle. Auch keine künstlichen Aromen oder Lockstoffe. Das ist für den Premium-Anspruch angemessen.
Ein kleiner Kritikpunkt: Die genaue Herkunft einzelner Zutaten wird nicht veröffentlicht. Wer wissen möchte, aus welchem Land das Hühnerfleisch stammt oder wo die Kartoffeln angebaut werden, bekommt keine Antwort. Hier ist Mera transparenter, auch wenn beide Marken in Deutschland produzieren.
Jetzt wird es wissenschaftlich. Wie sieht das Futter aus ernährungsphysiologischer Sicht aus?
Nehmen wir die NaturNah-Linie als Beispiel: 24 % Rohprotein, 10 % Rohfett, etwa 52 % Kohlenhydrate (berechnet), 3–4 % Rohfaser. Das entspricht einem moderaten Proteingehalt, der für die meisten erwachsenen Hunde ausreichend ist, aber nicht für Hochleistungshunde oder Welpen großer Rassen optimal sein muss.
Der Fettgehalt ist eher niedrig. Für wenig aktive Hunde oder solche mit Gewichtsproblemen ist das vorteilhaft. Sehr aktive oder untergewichtige Hunde könnten jedoch mehr Energie benötigen – hier wäre TRUE NATURE oder Black Angus die bessere Wahl.
Die Kaloriendichte liegt bei etwa 346–367 kcal pro 100 g. Das ist vergleichbar mit anderen Premium-Trockenfuttern, aber niedriger als bei getreidefreien High-Protein-Futtern wie Orijen (oft über 400 kcal/100 g). Für die Fütterung bedeutet das: Sie benötigen etwas größere Portionen als bei sehr energiedichten Futtern.
Markus Mühle gibt an, die Nährstoffanforderungen nach FEDIAF zu erfüllen. Eine AAFCO-Zertifizierung gibt es nicht, da das Futter nicht für den US-Markt zugelassen ist. Fütterungsversuche oder veröffentlichte Studien zur Nährstoffverfügbarkeit liegen nicht vor.
Das ist ein Schwachpunkt für wissenschaftlich orientierte Halter. Während Marken wie Royal Canin oder Hill’s umfangreiche Forschungsdaten veröffentlichen, bleibt Markus Mühle bei der Formelzusammensetzung ohne externe Validierung. Das bedeutet nicht, dass das Futter schlecht ist – nur, dass die Beweislage dünn ist.
Kaltgepresstes Futter wird oft als besonders verdaulich beworben, weil die Nährstoffe schonender verarbeitet werden als bei Extrusion. Tatsächlich berichten viele Nutzer von festen, kleinen Kothaufen und guter Verträglichkeit. Einige Hunde produzieren jedoch mehr Kot als bei extrudiertem Futter, was auf eine etwas niedrigere Verdaulichkeit hindeuten kann.
Konkrete Verdaulichkeitswerte (z. B. Rohproteinverdaulichkeit in Prozent) werden nicht veröffentlicht. Hier wäre mehr Transparenz wünschenswert.
Nicht jedes Futter passt zu jedem Hund. Hier ist meine Einschätzung, basierend auf Inhaltsstoffen, Nährwerten und Nutzererfahrungen.
Erwachsene Hunde mit normaler Aktivität: Das moderate Protein- und Fettprofil passt gut zu Hunden, die weder Hochleistungssportler noch Couchpotatoes sind. Die NaturNah-Linie ist hier die sichere Wahl.
Hunde mit empfindlichem Magen: Die schonende Verarbeitung und der Verzicht auf künstliche Zusätze machen das Futter gut verträglich. Viele Halter berichten, dass ihre Hunde nach dem Umstieg auf Markus Mühle weniger Blähungen und festeren Kot haben.
Allergiker und Hunde mit Unverträglichkeiten: Die Single-Protein-Varianten wie Hirsch, Lamm oder Ziege eignen sich für Eliminationsdiäten. Wenn Ihr Hund häufig mit Juckreiz oder Verdauungsproblemen zu kämpfen hat, kann dieses Futter wirklich etwas bewirken.
Große Rassen: Die Black Angus-Linie ist speziell für mittelgroße bis große Hunde konzipiert. Die Krokettengröße ist angemessen, und die Gelenk-Unterstützung in der Senior-Variante ist ein Plus.
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Sehr aktive oder arbeitende Hunde: Der Fettgehalt ist für Hochleistungshunde zu niedrig. Schlittenhunde, Agility-Sportler oder Jagdhunde brauchen mehr Energie. Hier wären Futtersorten mit 15–20 % Fett besser.
Welpen kleiner Rassen: Die Kroketten sind relativ hart und groß. Kleine Welpen könnten Schwierigkeiten beim Kauen haben. Einweichen ist möglich, aber nicht ideal.
Wählerische Fresser: Einige Hunde verweigern das Futter komplett, vor allem bei Chargenwechseln. Wenn Ihr Hund mäkelig ist, wissen Sie sicher, wie frustrierend das sein kann. In diesem Fall ist eine Probierpackung ratsam – die gibt es allerdings nur für die Veggie-Linie.
Senioren mit Zahnproblemen: Die Härte der Kroketten ist ein häufiges Thema in Bewertungen. Ältere Hunde mit schlechten Zähnen könnten das Futter nicht gut kauen können. Auch hier hilft Einweichen, aber das ist ein zusätzlicher Aufwand.
Wie gut kommt das Futter bei Hunden an? Die Antwort ist: unterschiedlich.
Markus Mühle bietet keine klassischen „Geschmacksrichtungen” an, sondern verschiedene Proteinquellen: Geflügel, Rind, Hirsch, Lamm, Ziege, Gans. Für Abwechslung ist also gesorgt, auch wenn die Auswahl kleiner ist als bei Marken wie Wolfsblut oder Josera.
Die Mehrheit der Hunde frisst das Futter gerne. Viele Halter berichten, dass ihre Hunde „begeistert” sind oder das Futter „mit Appetit” fressen. Besonders die NaturNah-Linie wird als schmackhaft beschrieben.
Aber: Es gibt auch eine signifikante Minderheit, die das Futter ablehnt. Manche Hunde schnuppern daran und gehen weg. Andere fressen es anfangs, verweigern es dann aber nach einigen Wochen. Das kann an Chargenwechseln liegen – einige Nutzer vermuten, dass sich die Zusammensetzung oder Textur zwischen Chargen leicht unterscheidet.
Ein häufiges Thema in Bewertungen: Die Kroketten sind steinhart. Das ist bei kaltgepresstem Futter normal, da die Pressung dichter ist als bei Extrusion. Für manche Hunde ist das kein Problem – im Gegenteil, es fördert das Kauen und kann die Zahnreinigung unterstützen. Für andere, besonders kleine oder ältere Hunde, ist es ein Hindernis.
Wenn Ihr Hund Schwierigkeiten hat, können Sie die Kroketten in warmem Wasser einweichen. Das macht sie weicher und oft auch schmackhafter. Viele Halter tun das standardmäßig.
Ist Markus Mühle sein Geld wert? Das hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist.
Die NaturNah-Linie kostet etwa 21,99 € für 5 kg oder 52,49 € für 15 kg. Das entspricht rund 3,50 € pro Kilogramm. TRUE NATURE liegt mit 78,99 € für 15 kg deutlich höher (ca. 5,27 €/kg). Die Single-Protein-Varianten bewegen sich zwischen 28,49 € und 69,99 €, je nach Größe und Proteinquelle.
Umgerechnet auf US-Dollar (bei einem Kurs von 1 € = 1,08 $) liegt der Preis bei etwa 1,78 $ pro Pfund für NaturNah und 2,68 $ pro Pfund für TRUE NATURE. Das ist vergleichbar mit Blue Buffalo Wilderness oder Taste of the Wild, aber günstiger als Orijen.
Für einen 15-kg-Hund benötigen Sie etwa 210 g pro Tag, was rund 1,05 € kostet. Ein 30-kg-Hund kommt auf etwa 360 g pro Tag, also 1,40 €. Das ist für Premium-Futter im mittleren Bereich.
Zum Vergleich: Mera Essential liegt bei etwa 1,20 € pro Tag für einen 30-kg-Hund, Royal Canin bei 1,80–2,50 €. Markus Mühle ist also weder besonders günstig noch besonders teuer.
Angesichts der natürlichen Zutaten, der deutschen Produktion und des Verzichts auf künstliche Zusätze ist das Preis-Leistungs-Verhältnis fair. Sie zahlen nicht für Marketing oder Markenname, sondern für Qualität und Philosophie. Für Halter, die Wert auf Nachhaltigkeit und Transparenz legen, ist das ein gutes Angebot.
Allerdings gibt es in derselben Preisklasse Alternativen mit höherem Proteingehalt oder besserer Transparenz. Wenn Sie maximale Nährstoffdichte suchen, bieten Marken wie Wolfsblut oder Orijen mehr – allerdings zu höheren Preisen.
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Wo und wie entsteht das Futter?
Alle Markus-Mühle-Produkte werden im Westerwald in Deutschland hergestellt. Die Produktion läuft mit 100 % Wasserkraft, was den CO₂-Fußabdruck senkt. Das Unternehmen betreibt mehrere Produktionsanlagen am selben Standort, was kurze Wege und zentrale Kontrolle ermöglicht.
Das Futter wird nicht extrudiert, sondern kaltgepresst. Dabei werden die Zutaten bei niedrigen Temperaturen (unter 50 °C) zu Kroketten gepresst. Das soll Vitamine, Enzyme und andere hitzeempfindliche Nährstoffe schonen. Wissenschaftlich ist das umstritten – es gibt keine eindeutigen Studien, die kaltgepresstes Futter als überlegen belegen. Aber es ist auch nicht schlechter.
Markus Mühle gibt an, dass Rohstoffe und Endprodukte mehrfach geprüft werden, „weit über gesetzliche Anforderungen hinaus”. Konkrete Zertifizierungen wie ISO, HACCP oder FEDIAF-Audits werden jedoch nicht öffentlich gemacht. Auch unabhängige Labortests oder Transparenzberichte fehlen.
Das ist ein Schwachpunkt im Vergleich zu Marken wie Royal Canin oder Hill’s, die detaillierte Qualitätsberichte veröffentlichen. Andererseits gab es in den letzten zehn Jahren keine dokumentierten Rückrufe oder Kontaminationsvorfälle – was für eine zuverlässige Produktion spricht.
Das Unternehmen behauptet, alle Zutaten bis zum Lieferanten zurückverfolgen zu können. Allerdings werden weder Herkunftsländer noch konkrete Lieferanten genannt. Hier bleibt die Transparenz hinter dem zurück, was man von einem Premium-Anbieter erwarten könnte.
Wie umweltfreundlich und ethisch ist Markus Mühle?
Die Produktion mit Wasserkraft ist ein klarer Pluspunkt. Auch der Verzicht auf Palmöl – oft ein Problem in der Tiernahrungsindustrie – ist lobenswert. Die Verpackung besteht aus Papier mit Kunststoff-Innenliner, was nicht ideal, aber branchenüblich ist. Recyclingfähigkeit wird nicht explizit beworben.
Ein Manko: Es gibt keinen veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht, keine CO₂-Bilanz und keine Zertifizierung durch unabhängige Organisationen. Für ein Unternehmen, das „im Einklang mit der Natur” wirbt, wäre mehr Transparenz wünschenswert.
Markus Mühle führt keine Tierversuche durch und unterstützt Tierschutzprojekte finanziell. Das ist positiv. Allerdings gibt es keine Angaben zur Herkunft des Fleisches – etwa, ob es aus artgerechter Haltung stammt oder welche Tierwohl-Standards gelten. Hier ist Mera teilweise transparenter.
Das Unternehmen ist in Familienhand und beschäftigt Mitarbeiter in Deutschland, was faire Arbeitsbedingungen wahrscheinlich macht. Konkrete Informationen zu Arbeitsbedingungen, Löhnen oder sozialen Projekten fehlen jedoch.
Ich arbeite seit mehreren Jahren in einem Tierheim, und wir testen regelmäßig verschiedene Futtersorten, um herauszufinden, was für unsere Schützlinge am besten funktioniert. Für diesen Test habe ich Markus Mühle NaturNah mit Bruno ausprobiert, einem fünfjährigen Labrador-Mischling.
Bruno kam vor etwa acht Monaten zu uns. Er hatte in seinem vorherigen Zuhause hauptsächlich Reste vom Tisch bekommen und war deutlich übergewichtig. Wir haben ihn auf ein ausgewogenes Futter umgestellt, aber er neigte zu weichem Stuhl und gelegentlichen Blähungen. Außerdem war er beim Fressen nicht besonders begeistert – er aß, aber ohne Enthusiasmus.
Ich habe Bruno langsam auf Markus Mühle umgestellt, indem ich es über eine Woche mit seinem bisherigen Futter gemischt habe. Er hat die Umstellung problemlos akzeptiert und zeigte keine Anzeichen von Unverträglichkeit. Was mir sofort auffiel: Er kaute länger als gewohnt. Die Kroketten sind deutlich härter als das extrudierte Futter, das er vorher bekam.
Bruno ist kein wählerischer Esser, aber auch kein Vielfraß. Er frisst das Markus Mühle ohne Probleme, aber auch nicht mit besonderer Begeisterung. Im Vergleich zu seinem alten Futter sehe ich keinen großen Unterschied in der Akzeptanz. Er geht zum Napf, frisst seine Portion und geht wieder – ganz normal.
Was sich nach etwa zwei Wochen deutlich verbesserte, war sein Stuhlgang. Brunos Kot wurde fester und kompakter, und die Blähungen verschwanden fast vollständig. Das ist ein echtes Plus, gerade bei einem Hund mit sensibler Verdauung. Auch die Menge war geringer – was das Aufräumen im Auslauf erleichtert.
Sein Fell sah nach vier Wochen etwas glänzender aus, aber der Unterschied war nicht dramatisch. Bruno hatte ohnehin keine Fellprobleme, daher war hier auch keine große Veränderung zu erwarten. Sein Energielevel blieb konstant – er war weder aktiver noch träger als vorher.
In der Praxis ist Markus Mühle unkompliziert. Die Portionen sind etwas größer als bei seinem alten Futter, was bei einem Hund wie Bruno, der abnehmen sollte, hilfreich ist – er hat mehr im Napf, ohne zu viele Kalorien zu bekommen. Die harten Kroketten haben auch dazu geführt, dass er langsamer frisst, was bei Hunden, die zum Schlingen neigen, von Vorteil sein kann.
Ein kleiner Nachteil: Die Kroketten sind staubig. Nach dem Befüllen des Napfes bleibt oft eine feine Schicht Staub zurück, die man abwischen muss. Das ist kein Dealbreaker, aber es fällt auf.
Insgesamt hat Bruno gut auf das Futter reagiert. Es hat seine Verdauung stabilisiert und ihm offenbar gutgetan. Ob ich es dauerhaft für ihn nutzen würde, hängt davon ab, was sein zukünftiges Zuhause bevorzugt – aber aus meiner Sicht ist es eine solide Wahl für einen Hund wie ihn.
Neben meiner eigenen Erfahrung habe ich mir angeschaut, was andere Nutzer über Markus Mühle berichten. Die Bewertungen sind gemischt, aber insgesamt positiv.
Viele Halter füttern Markus Mühle seit Jahren und schwören darauf. Typische Kommentare: „Seit 13 Jahren, alle Hunde vertragen es gut”, „Mein Hund hat weiches, glänzendes Fell” oder „Keine Magen- und Darmstörungen mehr”. Besonders bei großen Rassen wie Collies, Schäferhunden oder Greyhounds wird das Futter gelobt.
Ein wiederkehrendes Lob: feste, kleine Haufen. Das ist für Halter ein großer Pluspunkt, weil es weniger Arbeit bedeutet und ein Zeichen guter Verdaulichkeit ist. Einige berichten allerdings auch von erhöhtem Kotvolumen, was darauf hindeuten kann, dass das Futter bei manchen Hunden weniger gut verwertet wird.
Nicht alle Hunde mögen das Futter. Einige Halter berichten, dass ihre Hunde es komplett verweigern oder nach einigen Wochen das Interesse verlieren. Ein Nutzer schrieb: „Meine Hündin mag es überhaupt nicht – schade.” Andere vermuten, dass sich die Rezeptur oder Textur zwischen Chargen ändert, was zu Akzeptanzproblemen führt.
Wie schon erwähnt, ist die Härte der Kroketten ein häufiges Thema. Für kleine oder alte Hunde ist das oft ein Problem. Ein Halter schrieb: „Die Brocken sind steinhart – mein Hund mag sie nur eingeweicht.” Das ist machbar, aber nicht jeder möchte sich die Mühe machen.
Einige internationale Nutzer klagen darüber, dass die Fütterungsempfehlungen zu niedrig angesetzt sind. Ein Halter berichtete, dass seine Hunde stark abnahmen, bis er die Portion um 50 % erhöhte. Das ist ein wichtiger Punkt: Beobachten Sie das Gewicht Ihres Hundes und passen Sie die Menge bei Bedarf an.
Viele Nutzer finden das Preis-Leistungs-Verhältnis gut. Kommentare wie „Preiswert und Qualität” oder „Top Preis-Leistung” sind häufig. Das gilt besonders für die NaturNah-Linie. TRUE NATURE wird als teurer wahrgenommen, aber auch als hochwertig.
Wie schneidet Markus Mühle im Vergleich zu anderen Marken ab?
Mera ist ein direkter Konkurrent im deutschen Markt. Beide Marken produzieren in Deutschland, setzen auf Qualität und bieten hypoallergene Optionen. Der größte Unterschied: Mera hat ein deutlich breiteres Sortiment, inklusive Nassfutter, Spezialdiäten und Budget-Linien. Markus Mühle konzentriert sich ausschließlich auf kaltgepresstes Trockenfutter.
Preislich liegen beide im ähnlichen Bereich, wobei Mera durch Multipacks und Abo-Angebote oft günstiger wird. In Sachen Transparenz ist Mera etwas besser – sie geben mehr Informationen zur Herkunft der Zutaten. Nicht sicher, ob Sie sich zwischen Markus Mühle und Mera entscheiden sollen? Lesen Sie auch unseren ausführlichen hundefutter von Mera Test.
Wolfsblut setzt auf getreidefrei, hohen Fleischanteil und exotische Proteinquellen. Das Futter ist teurer als Markus Mühle (6–12 € pro kg) und richtet sich an Halter, die maximale Nährstoffdichte suchen. Markus Mühle ist moderater in Protein und Fett und damit besser für durchschnittlich aktive Hunde geeignet.
Orijen ist das Premium-Segment schlechthin: hoher Fleischanteil (bis 85 %), ultra-hohe Proteinwerte (35–40 %), strenge Transparenz. Aber auch deutlich teurer (8–14 € pro kg). Markus Mühle ist eine günstigere Alternative mit ähnlichem Qualitätsanspruch, aber weniger extremen Nährstoffprofilen. Für die meisten Hunde ist das völlig ausreichend.
Josera ist preiswerter (3–6 € pro kg) und breiter aufgestellt, aber weniger auf Premium-Qualität fokussiert. Markus Mühle bietet mehr Transparenz, natürlichere Zutaten und eine klarere Philosophie – dafür zahlt man aber auch etwas mehr.
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Markus Mühle ist am besten für erwachsene Hunde mit normaler bis mäßiger Aktivität geeignet. Die NaturNah-Linie passt gut zu mittelgroßen bis großen Rassen, die keine besonderen Ernährungsbedürfnisse haben. Wenn Ihr Hund zu Verdauungsproblemen oder Unverträglichkeiten neigt, sind die Single-Protein-Varianten wie Hirsch oder Lamm eine gute Wahl.
Für Senioren ist die Black Angus Senior-Linie mit Gelenkunterstützung sinnvoll, allerdings nur, wenn Ihr Hund die harten Kroketten kauen kann. Welpen großer Rassen können von Black Angus Junior profitieren, aber kleine Rassen sollten wegen der Krokettengröße auf andere Marken ausweichen.
Sehr aktive Hunde, Arbeitshunde oder Sportler brauchen mehr Energie – hier wäre ein Futter mit höherem Fettgehalt besser. Und wenn Ihr Hund extrem wählerisch ist, kann es sein, dass er Markus Mühle nicht akzeptiert. In dem Fall lohnt sich ein Test mit einer kleineren Packung, bevor Sie einen 15-kg-Sack kaufen.
Meine ehrliche Meinung: Ja, Markus Mühle ist ein gutes, solides Futter – aber es ist nicht für jeden Hund die beste Wahl.
Was mir gefällt: Die natürlichen Zutaten, der Verzicht auf künstliche Zusätze, die deutsche Produktion und die Nachhaltigkeit. Das Unternehmen hat eine klare Philosophie und setzt sie konsequent um. Für Hunde mit empfindlichem Magen oder Unverträglichkeiten ist das Futter oft eine Erleichterung. Die Kotqualität verbessert sich bei vielen Hunden deutlich, und die Verträglichkeit ist insgesamt gut.
Was mich stört: Die fehlende wissenschaftliche Validierung. Es gibt keine veröffentlichten Fütterungsstudien, keine detaillierten Verdaulichkeitswerte und keine unabhängigen Labortests. Die Transparenz bei der Zutatenbeschaffung könnte besser sein. Und die harten Kroketten sind für kleine oder alte Hunde ein echtes Problem.
Würde ich es für meinen Hund kaufen? Wenn ich einen mittelgroßen bis großen, gesunden, erwachsenen Hund hätte, der zu Verdauungsproblemen neigt – ja, definitiv. Es ist eine gute Wahl für Halter, die Wert auf Natürlichkeit legen und bereit sind, etwas mehr zu zahlen. Für sehr aktive Hunde, kleine Rassen oder extreme Leistungshunde würde ich eher zu Alternativen greifen.
Würde ich es einem Freund empfehlen? Mit Einschränkungen, ja. Ich würde sagen: „Probier es aus, wenn dein Hund Verdauungsprobleme hat oder du nach einem natürlichen Futter suchst. Aber sei dir bewusst, dass die Kroketten hart sind und nicht jeder Hund sie mag. Und achte darauf, dass du die Futtermenge anpasst, falls nötig.”
Im Vergleich zu anderen Marken in derselben Preisklasse ist Markus Mühle konkurrenzfähig, aber nicht überlegen. Mera bietet mehr Auswahl, Wolfsblut mehr Protein, Orijen mehr Forschung. Markus Mühle punktet mit seinem klaren Fokus auf Kaltpressung und Natürlichkeit – aber das ist nur dann ein Vorteil, wenn Ihr Hund davon profitiert.
Ehrlich gesagt gibt es in dieser Preisklasse bessere Alternativen, wenn Sie maximale Nährstoffdichte oder wissenschaftliche Absicherung suchen. Aber wenn Sie ein Futter wollen, das bodenständig, verträglich und nachhaltig produziert ist, dann ist Markus Mühle eine gute Wahl. Für mich persönlich liegt es im oberen Mittelfeld – nicht spektakulär, aber zuverlässig und ehrlich.
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Das ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Kaltgepresstes Futter wird bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet, was theoretisch mehr Vitamine und Enzyme erhält. Praktisch sehen viele Hundehalter eine bessere Kotqualität und weniger Verdauungsprobleme. Ob das am Verfahren oder an den Zutaten liegt, ist unklar. Fest steht: Es ist nicht schlechter als extrudiertes Futter, aber auch nicht automatisch überlegen.
Das liegt am Kaltpress-Verfahren. Die Zutaten werden unter hohem Druck zusammengepresst, was zu einer dichteren, härteren Struktur führt als bei extrudiertem Futter. Das ist normal und gewollt – die feste Konsistenz kann sogar die Zahnreinigung fördern. Wenn Ihr Hund Probleme hat, weichen Sie die Kroketten in warmem Wasser ein.
Ja, aber mit Einschränkungen. Die Black Angus Junior-Linie ist für Welpen großer Rassen geeignet. Für kleine Welpen sind die Kroketten jedoch zu hart und zu groß. In dem Fall sollten Sie auf ein spezielles Welpenfutter mit weicherer Konsistenz ausweichen oder die Kroketten einweichen.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Verpackung und liegt meist bei 12-18 Monaten ab Produktion. Nach dem Öffnen sollten Sie das Futter innerhalb von 6-8 Wochen verbrauchen und trocken, kühl und verschlossen lagern. Die fehlenden künstlichen Konservierungsstoffe bedeuten, dass es nicht ewig haltbar ist.
Ja, aber machen Sie es langsam. Mischen Sie die neue Sorte über 7-10 Tage schrittweise unter das alte Futter. Ein abrupter Wechsel kann zu Verdauungsproblemen führen, auch wenn beide Sorten von derselben Marke stammen. Das gilt besonders beim Wechsel zwischen verschiedenen Proteinquellen.
Die Single-Protein-Varianten wie Hirsch, Lamm oder Ziege sind speziell für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten entwickelt. Sie enthalten nur eine tierische Proteinquelle und sind oft getreidefrei. Für eine Eliminationsdiät sind sie gut geeignet, aber sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt über das Vorgehen.
Das kann passieren, ist aber nicht bei allen Hunden so. Manche Hunde verwerten kaltgepresstes Futter etwas weniger effizient als extrudiertes. Meist wird der Kot dafür fester und kompakter. Wenn die Menge dauerhaft sehr hoch ist, können Sie die Futterportion leicht reduzieren oder zu einer energiedichteren Sorte wechseln.
Ja, das Futter ist online gut verfügbar über Zooplus, Bitiba, den eigenen Markus Mühle Shop und andere Tierfutter-Händler. In Zoofachgeschäften vor Ort ist es weniger häufig zu finden. Der Online-Kauf ist meist günstiger, besonders bei größeren Packungen oder Sonderangeboten.
Erst mal keine Panik – das kommt vor. Versuchen Sie, die Kroketten mit warmem Wasser einzuweichen oder etwas Nassfutter unterzumischen. Wenn das nicht hilft, können Sie zu einer anderen Sorte der gleichen Marke wechseln. Manche Hunde mögen Hirsch besser als Geflügel oder umgekehrt. Als letzter Ausweg bleibt der Wechsel zu einer anderen Marke.
Die Black Angus Senior-Variante ist speziell für ältere Hunde entwickelt und enthält Gelenkunterstützung. Das Problem ist wieder die Krokettenhärte. Viele alte Hunde haben Zahnprobleme und können die harten Brocken nicht gut kauen. Einweichen ist hier fast immer nötig, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.
Orientieren Sie sich an den Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung, aber beobachten Sie vor allem das Gewicht und die Figur Ihres Hundes. Die Rippen sollten fühlbar, aber nicht sichtbar sein. Bei der Draufsicht sollte eine leichte Taillierung erkennbar sein. Wiegen Sie Ihren Hund alle 2-3 Wochen und passen Sie die Menge entsprechend an.
Nein, Markus Mühle produziert ausschließlich kaltgepresstes Trockenfutter. Das ist Teil der Firmenphilosophie – sie konzentrieren sich auf das, was sie am besten können. Wenn Sie Nassfutter benötigen, müssen Sie zu einer anderen Marke greifen oder das Trockenfutter mit Wasser einweichen.
9 von 10 Hundehaltern ihren Hund falsch füttern.
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