Chappi hundefutter test - Getestet und bewertet

Chappi hundefutter test

9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter

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hundefutter von Chappi
Bild von Friederike Bergmann

Friederike Bergmann

Tierheim-Helferin, zertifizierte Ernährungsberaterin und Hundenärrin

Hauptpunkte der Bewertung

Extrem niedriger Fleischanteil: Mit nur etwa 4 Prozent Fleisch in vielen Varianten liegt Chappi weit unter dem Standard hochwertiger Hundefutter und besteht hauptsächlich aus Getreide-Füllstoffen.

Fehlende Transparenz bei Zutaten: Mars Petcare gibt keine Auskunft über Herkunft der Rohstoffe oder Produktionsstandorte, was für qualitätsbewusste Hundehalter ein deutlicher Minuspunkt ist.

Rückruf wegen Vitamin-D-Überdosierung: Im Dezember 2020 mussten mehrere Chargen zurückgerufen werden, was Fragen zur Zuverlässigkeit der Qualitätskontrollen aufwirft.

Schlechtere Alternative im Budget-Segment: Eigenmarken von Aldi und Lidl bieten oft höhere Fleischanteile zu vergleichbaren oder niedrigeren Preisen als Chappi.

Praxistest zeigt größere Kotmengen: Der Tierheim-Test mit Mischling Benno bestätigte typische Nachteile von getreidereichen Futtern – mehr Ausscheidungen durch schlechtere Verwertung.

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Vorteile

Nachteile

Zutatenqualität

Nährwert

Preis-Leistungs-Verhältnis

Verdaulichkeit

Zuverlässigkeit

1.8/5
2.2/5
3.5/5
2/5
2.3/5
Meine Gesamtbewertung
0 /5

Inhoudsopgave

Wer im Supermarkt oder Discounter nach Hundefutter sucht, stößt unweigerlich auf Chappi. Die Marke von Mars Petcare ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des deutschen Marktes und spricht vor allem preisbewusste Hundehalter an. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn man sich für ein Budget-Futter entscheidet? Bekommt man solide Grundversorgung zum kleinen Preis – oder spart man am falschen Ende?

Was steckt hinter der Marke Chappi?

Chappi wurde bereits in den 1930er Jahren von Mars entwickelt und kam 1959 auf den deutschen Markt. Seitdem gehört die Marke zum festen Sortiment von Mars Petcare, einem der weltweit größten Hersteller von Tierfutter. Mars betreibt ein globales Produktionsnetzwerk und setzt auf Massenproduktion – was die niedrigen Preise erklärt. Die Marke positioniert sich klar im Economy-Segment und richtet sich an Halter, die eine bezahlbare Komplettnahrung für erwachsene Hunde suchen.

Unternehmensphilosophie und Markenwerte

Mars Petcare kommuniziert als übergeordnetes Ziel „A better world for pets”. Für Chappi selbst gibt es keine eigene Mission oder Vision – die Marke folgt den Standards des Konzerns. Das bedeutet: Qualitätskontrollen auf Konzernebene, aber wenig Transparenz auf Produktebene. Mars wirbt damit, dass Rohstoffe von geprüften Lieferanten stammen und Labortests durchgeführt werden, doch Details zu Herkunft oder Rückverfolgbarkeit fehlen weitgehend.

Produktion und Herstellungsorte

Chappi wird in verschiedenen Mars-Werken produziert, unter anderem in Deutschland und Indien. Die genauen Standorte für einzelne Chargen werden nicht offengelegt. Was man weiß: Mars betreibt große Fabriken mit standardisierten Prozessen, die auf Effizienz und Kostenoptimierung ausgelegt sind. Das ist typisch für Massenmarken – im Gegensatz zu Premium-Herstellern, die oft kleinere Chargen mit höherer Transparenz fertigen.

Transparenz und Kommunikation

Hier zeigt sich eine klare Schwäche von Chappi: Die Marke ist kaum präsent in sozialen Medien, es gibt keine aktive Kundenkommunikation und keine detaillierten Informationen über Zutatenbeschaffung oder Produktionsbedingungen. Wer nach Antworten sucht, landet meist bei allgemeinen Mars-Aussagen. Für kritische Verbraucher, die Wert auf Nachvollziehbarkeit legen, ist das ein deutlicher Minuspunkt.

Preis pro Kilogramm Ca. 2,96 Euro
Hauptproteinquelle Tierische Nebenerzeugnisse (hauptsächlich Huhn und Rind)
Nebenerzeugnisse Ja, unspezifiziert – können Innereien bis Schlachtabfälle umfassen
AAFCO-Konformität Keine AAFCO-Fütterungstests, erfüllt NRC-Richtlinien
Rezepturoptionen Begrenzt: Rind & Geflügel, Huhn & Vollkorngetreide, Geflügel & Gemüse
Verfügbarkeit Weit verbreitet in Supermärkten und Discountern

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Inhaltsstoffe von Chappi Hundefutter im Detail

Schauen wir uns an, was wirklich im Napf landet. Die Zutatenliste von Chappi ist kurz – und das ist nicht unbedingt ein Kompliment. Die Hauptzutaten sind Getreide (vor allem Weizen, Mais und Reis), tierische Nebenerzeugnisse (hauptsächlich Huhn und Rind) sowie pflanzliche Öle und Mineralstoffe. Der tatsächliche Fleischanteil liegt bei vielen Rezepturen unter 20 Prozent, teilweise sogar nur bei etwa 4 Prozent in bestimmten Varianten – das ist extrem niedrig im Vergleich zu hochwertigen Futtersorten.

Proteinquellen und Fleischanteil

Chappi nutzt vor allem tierische Nebenerzeugnisse – ein Sammelbegriff, der alles von Innereien bis zu minderwertigen Schlachtabfällen umfassen kann. Konkrete Angaben fehlen. Der Proteingehalt liegt bei etwa 18 bis 21 Prozent, was für ein Trockenfutter im unteren Bereich liegt. Zum Vergleich: Hochwertige Futtersorten erreichen oft 26 bis 30 Prozent oder mehr. Die biologische Wertigkeit des Proteins ist bei Chappi vermutlich begrenzt, da pflanzliche Proteine aus Getreide einen erheblichen Anteil ausmachen.

Getreide und Kohlenhydrate

Der Kohlenhydratanteil dominiert die Rezeptur – schätzungsweise 55 bis 60 Prozent. Weizen, Mais und Reis dienen als günstige Füllstoffe und Energielieferanten. Für gesunde, aktive Hunde ist das nicht zwingend problematisch, aber für Hunde mit Getreideunverträglichkeiten oder Allergien ist Chappi keine Option. Zudem kann ein hoher Getreideanteil bei empfindlichen Hunden zu Blähungen oder weichem Kot führen.

Zusatzstoffe und Vitamine

Chappi ist mit den üblichen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert: Vitamin A, D3, E, B-Komplex sowie Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen. Das ist Standard und sorgt dafür, dass das Futter die Mindestanforderungen erfüllt. Allerdings fehlen funktionelle Zusätze wie Glucosamin für Gelenke, Probiotika für die Darmgesundheit oder hochwertige Omega-3-Fettsäuren für Haut und Fell. Wer solche Benefits sucht, muss zu anderen Marken greifen.

Was fehlt? Transparenz bei der Herkunft

Ein großes Problem: Chappi gibt keine Auskunft darüber, woher die Zutaten stammen, ob Fleisch aus EU-Betrieben kommt oder welche Qualitätsstandards für pflanzliche Rohstoffe gelten. Diese Intransparenz ist für viele Hundehalter ein Ausschlusskriterium – besonders im Vergleich zu Marken, die mit regionaler Beschaffung oder Bio-Zertifikaten werben.

Nährwertanalyse und ernährungsphysiologische Bewertung

Die offiziellen Analysewerte von Chappi sehen auf den ersten Blick solide aus, aber der Teufel steckt im Detail. Ein typisches Chappi Trockenfutter (z. B. Rind & Geflügel) enthält etwa:

  • Protein: 18–21 %
  • Fett: 8 %
  • Rohfaser: 3,5–4 %
  • Asche: ca. 8 %
  • Feuchtigkeit: 10 %

Das ergibt einen geschätzten Kohlenhydratanteil von 55 bis 60 Prozent. Für einen durchschnittlichen, gesunden erwachsenen Hund mit normaler Aktivität ist das nicht gefährlich, aber es ist auch nicht optimal. Der Fettgehalt von 8 Prozent ist vergleichsweise niedrig – das Futter liefert weniger Energie pro Gramm als Premium-Sorten mit 14 bis 18 Prozent Fett. Für sehr aktive oder sportliche Hunde könnte das bedeuten, dass größere Mengen gefüttert werden müssen, um den Energiebedarf zu decken.

Erfüllt Chappi die Mindeststandards?

Ja, Chappi erfüllt die NRC-Richtlinien (National Research Council) für Hundefutter und wird als Alleinfutter verkauft. Das bedeutet, dass ein gesunder Hund theoretisch alle notwendigen Nährstoffe erhält. Allerdings: Mindeststandards sind genau das – das Minimum. Es gibt keine Belege für AAFCO-Fütterungstests oder unabhängige Studien, die die langfristige Verträglichkeit oder gesundheitliche Vorteile nachweisen.

Verdaulichkeit und Bioverfügbarkeit

Hier wird es schwierig. Es liegen keine öffentlichen Daten zur Verdaulichkeit von Chappi vor. Erfahrungsberichte von Hundehaltern deuten darauf hin, dass die Kotmenge bei vielen Hunden recht hoch ist – ein Zeichen dafür, dass ein großer Teil des Futters unverdaut ausgeschieden wird. Das liegt vermutlich am hohen Getreideanteil und der geringeren Qualität der Proteinquellen. Premium-Futter mit höherem Fleischanteil wird oft besser verwertet, was zu kleineren, festeren Haufen führt.

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Für welche Hunde ist Chappi geeignet – und für welche nicht?

Chappi richtet sich klar an erwachsene Hunde ohne besondere Bedürfnisse. Es gibt keine spezialisierten Linien für Welpen, Senioren, übergewichtige oder allergische Hunde. Das macht die Auswahl einfach, schränkt aber auch die Einsatzmöglichkeiten ein.

Gut geeignet für:

  • Gesunde, erwachsene Hunde mit normalem Energiebedarf
  • Preisbewusste Halter, die eine bezahlbare Grundversorgung suchen
  • Hunde ohne Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten
  • Mittelgroße bis große Rassen, die nicht zu mäkelig sind

Wenn Ihr Hund keine gesundheitlichen Probleme hat und Sie ein günstiges Futter suchen, das die Grundbedürfnisse deckt, kann Chappi eine praktikable Option sein. Viele Halter berichten, dass ihre Hunde das Futter über Jahre hinweg gut vertragen haben.

Weniger geeignet oder ungeeignet für:

  • Welpen und Junghunde: Chappi bietet keine speziellen Welpenformeln mit angepasstem Nährstoffprofil.
  • Senioren: Ältere Hunde brauchen oft weniger Kalorien, mehr Gelenkunterstützung und leichter verdauliches Protein – das bietet Chappi nicht.
  • Allergiker und sensible Hunde: Der hohe Getreideanteil und die unklaren tierischen Nebenerzeugnisse sind problematisch bei Futtermittelallergien.
  • Hochaktive oder Sporthunde: Der niedrige Fettgehalt liefert weniger Energie, was bei intensiver Belastung nachteilig ist.
  • Übergewichtige Hunde: Es gibt keine Light-Variante mit reduziertem Kaloriengehalt.
  • Hunde mit chronischen Erkrankungen: Nieren-, Leber- oder Verdauungsprobleme erfordern spezialisierte Diäten, die Chappi nicht anbietet.

Stellen Sie sich vor, Ihr Hund hat häufig mit Juckreiz zu kämpfen – dann ist Chappi wahrscheinlich nicht die richtige Wahl. Auch für kleine Rassen mit hohem Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht ist das Futter weniger optimal, da sie größere Mengen fressen müssten, um ausreichend Kalorien aufzunehmen.

Geschmack und Akzeptanz bei Hunden

Wie schmeckt Chappi den Hunden? Die Antwort ist: überwiegend gut. Viele Halter berichten, dass ihre Hunde das Futter gerne fressen und auch über längere Zeit akzeptieren. Die Kroketten haben eine mittlere Größe und sind relativ hart – das kann für kleine Hunde oder Hunde mit Zahnproblemen unpraktisch sein.

Geschmacksrichtungen und Varianten

Chappi bietet einige klassische Geschmacksrichtungen an, darunter:

  • Rind & Geflügel
  • Huhn & Vollkorngetreide
  • Geflügel & Gemüse
  • Nassfutter mit Rind, Geflügel oder Lamm

Die Auswahl ist begrenzt – es gibt keine exotischen Proteine wie Ente, Hirsch oder Fisch. Für Hunde, die auf gängige Fleischsorten allergisch reagieren, ist das ein Problem.

Akzeptanz und Fressverhalten

In etwa 70 Prozent der Nutzerbewertungen wird berichtet, dass Hunde Chappi problemlos fressen. Das ist eine solide Quote. Allerdings gibt es auch Berichte von Hunden, die das Futter verweigern oder nur fressen, wenn es mit Nassfutter gemischt wird. Wenn Ihr Hund mäkelig ist, könnte Chappi eine Herausforderung sein – hochwertigere Marken mit intensiverem Fleischgeruch werden oft lieber gefressen.

Geruch und Handhabung

Der Geruch von Chappi ist neutral bis leicht getreideartig. Manche Halter empfinden das als angenehm, andere vermissen den intensiven Fleischgeruch, den man von Premium-Futtern kennt. Die Kroketten sind trocken und stauben kaum, was die Handhabung erleichtert.

Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich

Der große Pluspunkt von Chappi ist der niedrige Preis. Ein Kilogramm kostet im Durchschnitt etwa 2,96 Euro – das ist deutlich günstiger als viele Konkurrenzprodukte. Aber rechtfertigt das die Qualität?

Fütterungskosten im Alltag

Für einen 15 Kilogramm schweren Hund liegt die empfohlene Tagesmenge bei etwa 225 Gramm. Das entspricht Kosten von rund 0,67 Euro pro Tag oder etwa 20 Euro im Monat. Für einen 30 Kilogramm schweren Hund sind es etwa 450 Gramm täglich, was rund 1,33 Euro pro Tag bedeutet – also etwa 40 Euro monatlich. Das ist für viele Haushalte erschwinglich.

Vergleich mit Konkurrenten

Im Budget-Segment gibt es Alternativen wie Pedigree, Beneful oder Eigenmarken von Aldi und Lidl. Pedigree kostet oft 10 bis 20 Prozent mehr, bietet aber eine ähnliche Qualität. Aldi-Eigenmarken sind teilweise noch günstiger und haben laut Tests einen höheren Fleischanteil als Chappi – das macht sie zu einer interessanten Alternative. Im Premium-Segment, etwa bei Marken wie Wolfsblut oder Orijen, zahlen Sie das Drei- bis Vierfache, erhalten aber deutlich mehr Fleisch, bessere Transparenz und funktionelle Zusätze.

Ist Chappi sein Geld wert?

Für Halter, die wirklich jeden Euro umdrehen müssen, ist Chappi eine machbare Option. Es erfüllt die Mindestanforderungen und wird von vielen Hunden gut vertragen. Allerdings: Wer auch nur geringfügig mehr investieren kann, bekommt bei anderen Marken oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis – mehr Fleisch, weniger Füllstoffe, klarere Deklaration. Meiner Meinung nach gibt es in der gleichen Preisklasse bessere Alternativen, die mehr Wert bieten.

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Produktion, Qualitätssicherung und Rückrufe

Mars Petcare betreibt ein globales Produktionsnetzwerk mit standardisierten Qualitätskontrollen. Jede Rohstofflieferung soll laut Unternehmensangaben im Labor getestet werden. Klingt gut – aber wie sieht es in der Praxis aus?

Rückruf wegen Vitamin-D-Überdosierung

Im Dezember 2020 musste Mars mehrere Chargen von Chappi Trockenfutter zurückrufen, weil der Vitamin-D-Gehalt zu hoch war. Betroffen waren unter anderem die 10-Kilogramm-Säcke „Vollkost Brocken mit Rind” und „mit Huhn”. Eine Überdosierung von Vitamin D kann bei Hunden zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, darunter vermehrtes Trinken, Erbrechen und Nierenschäden. Mars reagierte mit einer freiwilligen Rückrufaktion und empfahl betroffenen Haltern, einen Tierarzt aufzusuchen.

Das zeigt: Auch große Konzerne mit umfangreichen Qualitätskontrollen machen Fehler. Der Rückruf wurde transparent kommuniziert, aber er wirft Fragen zur Zuverlässigkeit der Produktionsprozesse auf. Seitdem sind keine weiteren gravierenden Vorfälle bekannt geworden.

Unabhängige Tests und Bewertungen

Chappi wurde in der Vergangenheit von Verbraucherorganisationen getestet und erhielt durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Bewertungen. Kritikpunkte waren vor allem der niedrige Fleischanteil, die unklare Deklaration und die fehlende Transparenz. In einem Test von „Hundefutter-Tests.net” erreichte Chappi nur 5 von 100 Punkten – eine vernichtende Bewertung, die hauptsächlich auf die Inhaltsstoffe zurückzuführen ist.

Nachhaltigkeit und Unternehmensethik

Mars Petcare wirbt auf Konzernebene mit Nachhaltigkeitszielen, etwa CO2-Reduktion und umweltfreundlicheren Verpackungen. Für Chappi selbst gibt es jedoch keine spezifischen Nachhaltigkeitsberichte. Die neueren Verpackungen sollen recycelbar sein, aber Details fehlen.

Tierwohl und ethische Standards

Mars betont, dass keine unnötigen Tierversuche durchgeführt werden. Allerdings werden Geschmacks- und Verdaulichkeitsstudien mit Hunden gemacht – das ist in der Branche üblich, aber nicht unumstritten. Zur Herkunft der tierischen Rohstoffe gibt es keine Angaben. Wer Wert auf Bio-Qualität, artgerechte Tierhaltung oder regionale Beschaffung legt, findet bei Chappi keine Informationen.

Umweltbilanz

Der hohe Getreideanteil könnte theoretisch eine bessere Umweltbilanz bedeuten als fleischlastige Futter – Getreideanbau ist in der Regel weniger ressourcenintensiv als Tierhaltung. Allerdings fehlen konkrete Daten zu CO2-Fußabdruck, Wasserverbrauch oder Lieferketten. Wer bewusst nachhaltig einkaufen möchte, sollte zu Marken mit transparenten Umweltberichten greifen.

Meine Erfahrungen im Tierheim mit Chappi

Ich arbeite regelmäßig in einem Tierheim und hatte dort die Gelegenheit, Chappi Trockenfutter mit einem unserer Hunde zu testen. Der Hund, mit dem ich das Futter ausprobiert habe, heißt Benno – ein fünfjähriger Mischling aus Labrador und Schäferhund, etwa 28 Kilogramm schwer. Benno ist ein unkomplizierter Hund: keine Allergien, keine Verdauungsprobleme, kein wählerischer Esser. Er kam vor einigen Monaten ins Tierheim, nachdem seine Besitzer ihn aus persönlichen Gründen abgeben mussten. Sein bisheriges Futter war eine Supermarkt-Eigenmarke – auch im Budget-Segment angesiedelt.

Umstellung und erste Eindrücke

Wir haben Benno über vier Tage hinweg schrittweise auf Chappi umgestellt, indem wir das neue Futter nach und nach unter sein altes gemischt haben. Die Umstellung verlief problemlos – Benno zeigte keinerlei Anzeichen von Unwohlsein, Durchfall oder Appetitlosigkeit. Am ersten Tag schnupperte er kurz am Napf, dann fraß er wie gewohnt. Das war ein gutes Zeichen.

Geschmack und Fressverhalten

Benno ist kein besonders wählerischer Hund, aber er hat durchaus Vorlieben. Das Chappi Trockenfutter (Variante Rind & Geflügel) hat er von Anfang an gut akzeptiert. Er fraß seinen Napf immer vollständig leer, ohne zu zögern oder das Futter zu sortieren. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass er besonders begeistert war – es war eher ein „Das ist okay, ich fresse das” als ein „Wow, das ist lecker!”. Zum Vergleich: Bei einem anderen Test mit einem höherwertigen Futter hatte er deutlich mehr Enthusiasmus gezeigt.

Verdauung und Kotqualität

Hier wurde es interessant. Bennos Kot war während der Chappi-Fütterung etwas weicher und voluminöser als zuvor. Das ist typisch für Futter mit hohem Getreideanteil – ein Teil wird einfach nicht so gut verwertet. Die Haufen waren nicht problematisch oder ungesund, aber sie waren merklich größer. Für Hundehalter bedeutet das: mehr Arbeit beim Gassigehen und beim Aufräumen im Garten. Blähungen hatte Benno nicht, was positiv ist – manche Hunde reagieren auf getreidehaltiges Futter mit vermehrten Gasbildungen.

Fell, Energie und Allgemeinzustand

Innerhalb der Testphase von etwa drei Wochen gab es keine auffälligen Veränderungen bei Bennos Fell oder Energielevel. Sein Fell blieb glänzend und gesund – allerdings war es vorher auch schon in gutem Zustand. Er war genauso aktiv und verspielt wie immer, was darauf hindeutet, dass das Futter ausreichend Energie liefert. Langfristige Effekte lassen sich in so kurzer Zeit natürlich nicht beurteilen, aber zumindest kurzfristig gab es keine negativen Auswirkungen.

Fazit aus der Praxis

Für Benno war Chappi eine akzeptable, aber nicht herausragende Wahl. Es hat funktioniert, er hat es gefressen, und es gab keine gesundheitlichen Probleme. Aber es gab auch nichts, was mich besonders beeindruckt hätte. Die größeren Kotmengen sind ein kleiner Nachteil, den man im Alltag definitiv bemerkt. Wenn ich für meinen eigenen Hund entscheiden müsste, würde ich vermutlich ein paar Euro mehr investieren und zu einem Futter mit höherem Fleischanteil greifen – allein schon wegen der besseren Verwertung und der kleineren Haufen.

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Was sagen andere Hundehalter über Chappi?

Die Erfahrungen anderer Nutzer sind gemischt. In Online-Bewertungen zeigt sich ein klares Muster: Die meisten Halter sind mit Chappi zufrieden, solange der Preis im Vordergrund steht. Etwa 65 Prozent der Bewertungen sind positiv, 20 Prozent neutral und 15 Prozent negativ.

Häufige positive Rückmeldungen

Viele Hundehalter berichten, dass ihre Hunde Chappi über Jahre hinweg problemlos gefressen haben. Typische Kommentare sind: „Mein Hund bekommt es schon immer und ist kerngesund” oder „Für den Preis absolut in Ordnung”. Einige Halter heben hervor, dass ihre Hunde nach der Umstellung auf Chappi weniger Blähungen hatten als bei anderen günstigen Marken. Auch die Verträglichkeit wird oft gelobt – viele Hunde haben keine Verdauungsprobleme.

Kritik und Beschwerden

Die negativen Bewertungen drehen sich meist um drei Themen: niedrige Fleischqualität, Verdauungsprobleme nach dem Wechsel von hochwertigerem Futter und Akzeptanzprobleme bei wählerischen Hunden. Ein Nutzer schrieb: „Chappi enthält nur 4 Prozent Fleisch – da gibt es bessere Alternativen.” Ein anderer berichtete, dass sein Hund nach der Umstellung auf Chappi Durchfall und stumpfes Fell bekam. Solche Berichte sind nicht die Mehrheit, aber sie kommen vor – besonders bei Hunden, die zuvor Premium-Futter bekamen.

Langzeiterfahrungen

Interessant sind die Berichte von Haltern, die Chappi über viele Jahre füttern. Einige schreiben, dass ihre Hunde bis ins hohe Alter gesund geblieben sind. Andere berichten von zunehmenden Problemen wie Hautjucken oder Ohrenentzündungen, die sie auf das Futter zurückführen. Wissenschaftlich lässt sich das schwer bewerten, aber es zeigt: Chappi funktioniert für manche Hunde gut, für andere weniger.

Chappi im Vergleich mit der Konkurrenz

Wie schneidet Chappi im direkten Vergleich ab? Schauen wir uns ein paar Alternativen an.

Chappi vs. Pedigree

Beide Marken gehören zu Mars Petcare und sind im Budget-Segment angesiedelt. Pedigree ist etwas teurer (ca. 10 bis 20 Prozent) und bietet eine breitere Produktpalette, darunter auch Welpen- und Seniorenfutter. Der Fleischanteil ist ähnlich niedrig wie bei Chappi. In Tests schneidet Pedigree meist minimal besser ab, aber der Unterschied ist gering. Wenn Sie zwischen beiden wählen, ist Pedigree die leicht bessere, aber auch teurere Option.

Chappi vs. Aldi-Eigenmarken

Aldi und Lidl bieten Hundefutter zu vergleichbaren oder sogar niedrigeren Preisen an. Überraschenderweise haben diese Eigenmarken in Tests oft besser abgeschnitten als Chappi – der Fleischanteil liegt teilweise bei 20 Prozent statt nur 4 Prozent. Wenn Sie im Budget-Segment bleiben wollen, lohnt sich ein Blick auf diese Alternativen.

Chappi vs. Premium-Marken

Der Vergleich mit Premium-Marken wie Black Canyon, Wolfsblut oder Orijen ist fast schon unfair. Diese Marken kosten das Drei- bis Vierfache, bieten aber deutlich höhere Fleischanteile (oft 60 bis 80 Prozent), keine Füllstoffe, transparente Zutatenlisten und funktionelle Zusätze wie Glucosamin oder Omega-3-Fettsäuren. Wenn Sie es sich leisten können, ist der Aufpreis aus meiner Sicht gerechtfertigt – Ihr Hund bekommt einfach mehr Nährstoffe pro Gramm und bessere Zutaten.

Sie sind unsicher, ob Sie lieber zu einer Premium-Marke greifen sollten? Dann lesen Sie auch unsere Black Canyon Bewertung, um zu sehen, was hochwertigeres Futter leisten kann.

Für welche Hunde ist Chappi die richtige Wahl?

Chappi passt am besten zu gesunden, erwachsenen Hunden ohne besondere Ansprüche. Wenn Ihr Hund keine Allergien hat, nicht zu den mäkeligen Essern gehört und Sie ein knappes Budget haben, kann Chappi eine solide Grundversorgung bieten. Es ist ein Futter, das „funktioniert” – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Weniger geeignet ist Chappi für Welpen, Senioren, Hunde mit Futtermittelallergien, hochaktive Tiere oder Hunde mit chronischen Gesundheitsproblemen. Auch für kleine Rassen, die oft wählerischer sind, gibt es bessere Optionen. Wenn Sie Wert auf Transparenz, hohe Fleischanteile oder funktionelle Zusätze legen, sollten Sie zu einer anderen Marke greifen.

Mein Fazit: Ist Chappi Hundefutter empfehlenswert?

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Würde ich Chappi kaufen? Die ehrliche Antwort lautet: Nur, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Chappi erfüllt die Mindestanforderungen an ein Alleinfutter und wird von vielen Hunden vertragen. Aber es ist eben auch genau das – das Minimum. Der niedrige Fleischanteil, die unklare Deklaration und die fehlende Transparenz sind für mich deutliche Schwachpunkte.

Wenn Sie jeden Euro umdrehen müssen, ist Chappi eine machbare Option. Aber selbst im Budget-Segment gibt es bessere Alternativen – etwa Eigenmarken von Aldi oder Lidl, die oft mehr Fleisch und bessere Bewertungen bieten. Und wenn Sie auch nur geringfügig mehr investieren können, bekommen Sie bei Marken wie Josera oder Happy Dog deutlich mehr Qualität für Ihr Geld.

Für meinen eigenen Hund würde ich Chappi nicht kaufen. Mir ist es wichtig, dass mein Hund hochwertiges Protein bekommt, dass die Zutaten nachvollziehbar sind und dass das Futter langfristig zur Gesundheit beiträgt – nicht nur die Grundbedürfnisse deckt. Chappi mag für manche Halter die richtige Wahl sein, aber aus meiner Sicht gibt es zu viele Alternativen, die mehr bieten.

Wenn Sie einen gesunden, unkomplizierten Hund haben und wirklich knapp bei Kasse sind, kann Chappi eine Übergangslösung sein. Langfristig würde ich Ihnen aber raten, nach Möglichkeit auf ein Futter mit höherem Fleischanteil und besserer Transparenz umzusteigen. Ihr Hund wird es Ihnen mit besserer Vitalität, kleinerem Kot und möglicherweise weniger gesundheitlichen Problemen danken.

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Häufig gestellte Fragen zu Chappi Hundefutter

Ist Chappi wirklich so schlecht, wie viele Kritiker behaupten?

Chappi ist nicht schlecht im Sinne von gesundheitsschädlich – es erfüllt die Mindestanforderungen für Alleinfutter und wird von vielen Hunden gut vertragen. Das Problem liegt eher darin, dass es eben nur das Minimum bietet: sehr niedriger Fleischanteil (oft nur 4 Prozent), viele Füllstoffe und wenig Transparenz. Für gesunde, erwachsene Hunde ohne besondere Bedürfnisse kann es funktionieren, aber es gibt selbst im Budget-Segment bessere Alternativen mit mehr Fleisch und klarerer Deklaration.

Warum ist Chappi so günstig? Wo wird gespart?

Der niedrige Preis kommt durch mehrere Faktoren zustande: Massenproduktion in großen Mars-Fabriken, günstige Füllstoffe wie Getreide statt teurem Fleisch, und tierische Nebenerzeugnisse statt hochwertiger Muskelfleischstücke. Zudem investiert Mars wenig in Marketing oder Transparenz für die Marke Chappi. Das Ergebnis ist ein Futter, das die Grundbedürfnisse deckt, aber eben auch nicht mehr leistet.

Kann ich meinen Welpen mit Chappi füttern?

Das ist nicht empfehlenswert. Chappi bietet keine speziellen Welpenformeln und das Nährstoffprofil ist für erwachsene Hunde ausgelegt. Welpen brauchen deutlich mehr Protein, Fett und spezielle Mineralstoffe für ihr Wachstum. Der niedrige Fleischanteil und Proteingehalt von Chappi reicht für die Entwicklung eines Welpen nicht aus. Investieren Sie hier lieber in ein hochwertiges Welpenfutter – die ersten Lebensmonate sind entscheidend für die gesunde Entwicklung.

Mein Hund frisst Chappi seit Jahren problemlos. Sollte ich trotzdem wechseln?

Wenn Ihr Hund gesund ist, gerne frisst und keine Probleme hat, ist ein Wechsel nicht zwingend nötig. Viele Hunde kommen jahrelang gut mit Chappi zurecht. Allerdings könnte eine Umstellung auf ein Futter mit höherem Fleischanteil langfristig Vorteile bringen: bessere Verwertung, kleinere Kotmengen, glänzenderes Fell. Falls Sie wechseln möchten, tun Sie es schrittweise über eine Woche und beobachten Sie, wie Ihr Hund reagiert.

Was passierte bei dem Rückruf von Chappi 2020?

Im Dezember 2020 musste Mars mehrere Chargen von Chappi Trockenfutter wegen Vitamin-D-Überdosierung zurückrufen. Betroffen waren 10-Kilogramm-Säcke verschiedener Sorten. Eine Vitamin-D-Überdosis kann bei Hunden zu vermehrtem Trinken, Erbrechen und Nierenschäden führen. Mars reagierte mit einer transparenten Rückrufaktion und empfahl betroffenen Haltern, einen Tierarzt aufzusuchen. Seitdem sind keine weiteren schwerwiegenden Vorfälle bekannt geworden.

Ist Chappi für Hunde mit Allergien geeignet?

Eher nicht. Chappi enthält viel Getreide (Weizen, Mais, Reis) und unspezifische tierische Nebenerzeugnisse – beides häufige Allergieauslöser. Für Hunde mit Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten gibt es keine speziellen Chappi-Varianten. Wenn Ihr Hund allergisch reagiert, sollten Sie zu einem Futter mit klaren, begrenzten Zutaten oder sogar zu einer hypoallergenen Diät wechseln.

Warum sind die Kotmengen bei Chappi oft größer?

Das liegt am hohen Getreideanteil von etwa 55 bis 60 Prozent. Getreide wird von Hunden weniger gut verwertet als hochwertiges Protein, deshalb wird mehr unverdaut wieder ausgeschieden. Das ist nicht gesundheitsschädlich, aber unpraktisch im Alltag. Futter mit höherem Fleischanteil führt meist zu kleineren, festeren Haufen, weil es besser verdaulich ist.

Welche Alternativen gibt es zu Chappi im gleichen Preissegment?

Überraschenderweise schneiden Eigenmarken von Aldi und Lidl oft besser ab als Chappi – sie bieten teilweise 20 Prozent Fleischanteil statt nur 4 Prozent und kosten ähnlich viel. Auch Pedigree ist eine Alternative, kostet aber 10 bis 20 Prozent mehr. Wenn Sie etwas mehr investieren können, bieten Marken wie Josera oder Happy Dog deutlich bessere Qualität bei moderaten Preisen.

Ist Chappi für große Hunde besser geeignet als für kleine?

Tendenziell ja. Große Hunde sind oft weniger wählerisch und können die größeren, härteren Kroketten besser bewältigen. Außerdem macht sich der niedrige Energiegehalt bei großen, weniger aktiven Hunden nicht so stark bemerkbar. Kleine Rassen haben dagegen oft einen höheren Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht und sind häufiger mäkelig – für sie gibt es bessere Alternativen.

Kann ich Chappi als Notlösung füttern, wenn mein gewohntes Futter nicht verfügbar ist?

Als kurzfristige Lösung ist das kein Problem. Chappi erfüllt die Grundanforderungen und die meisten Hunde vertragen es ohne Schwierigkeiten. Stellen Sie nur langsam um, indem Sie es unter das gewohnte Futter mischen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Für den Übergang ist es völlig in Ordnung – langfristig würde ich aber zu einem hochwertigeren Futter zurückkehren.

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