9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter
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Tierheim-Helferin, zertifizierte Ernährungsberaterin und Hundenärrin
• Personalisierung als Hauptverkaufsargument: Tails erstellt individuell angepasste Rezepturen basierend auf Alter, Größe, Aktivität und Gesundheitszustand des Hundes über einen Online-Algorithmus.
• Mangelnde Transparenz bei Fleischanteil: Anders als Konkurrenten wie MjAMjAM wird der exakte Fleischanteil nicht angegeben, Fleischmehl dominiert oft über frisches Fleisch.
• Solide Akzeptanz mit Ausnahmen: Etwa 90% der Hunde fressen das Futter gern, aber 5-10% verweigern es komplett oder verlieren nach anfänglicher Akzeptanz das Interesse.
• Premium-Preis ohne Premium-Transparenz: Mit 4-7 Dollar pro Kilogramm liegt Tails preislich auf Niveau von MjAMjAM, bietet aber deutlich weniger Fleischanteil und Herkunftstransparenz.
• Praktischer Nutzen für spezielle Bedürfnisse: Besonders sinnvoll für Hunde mit leichten Unverträglichkeiten, Gelenkproblemen oder Halter, die Abo-Bequemlichkeit schätzen.
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Wer heute Hundefutter kauft, steht vor einer riesigen Auswahl – von Discounter-Marken bis hin zu hochpreisigen Premium-Produkten. Tails.com geht einen anderen Weg und setzt auf vollständig personalisierte Rezepturen, die per Abo direkt nach Hause geliefert werden. Kein Standardfutter von der Stange, sondern eine Mischung, die angeblich genau auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist. Das Konzept stammt aus Großbritannien und hat sich dort seit 2014 etabliert. Inzwischen ist Tails auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern aktiv – und gehört seit 2018 zu Purina, also zum Nestlé-Konzern.
Die Idee klingt erst mal überzeugend: Du füllst online einen Fragebogen aus – Rasse, Alter, Gewicht, Aktivitätslevel, Allergien, Vorlieben – und bekommst dann eine Futterempfehlung, die regelmäßig angepasst werden kann. Tails produziert das Futter in Großbritannien und liefert es direkt. Doch wie gut ist dieses Futter wirklich? Und rechtfertigt die Personalisierung den Preis?
Tails.com wurde 2013 von einer Gruppe erfahrener Unternehmer gegründet, darunter Graham Bosher, Mitgründer der Snack-Marke Graze, und der Tierarzt Joe Inglis. Der offizielle Start erfolgte im Juli 2014. Von Anfang an war das Ziel klar: Hundeernährung sollte so individuell sein wie die Hunde selbst. Keine Kompromisse, keine Einheitslösungen. Das Unternehmen setzte auf Technologie – ein Algorithmus, der aus über einer Million möglicher Kombinationen die passende Rezeptur für jeden Hund zusammenstellt.
Die Philosophie von Tails lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Wir wollen Hunden helfen, das glücklichste, gesündeste und längste Leben zu führen.” Das klingt nach Marketing, aber das Unternehmen nimmt es durchaus ernst. Tails verzichtet auf Tierversuche für Endprodukte, setzt auf recycelbare Verpackungen und betont Transparenz – zumindest auf dem Papier. Die Marke positioniert sich klar im Premium-Segment, aber nicht als exklusives Luxusprodukt, sondern als zugängliche, smarte Lösung für moderne Hundehalter.
2018 wurde Tails von Purina übernommen, was für manche Halter ein Warnsignal war. Purina gehört zu Nestlé – einem Konzern, der in der Vergangenheit durchaus kritisch gesehen wurde. Die gute Nachricht: Tails behielt nach eigenen Angaben seine Eigenständigkeit in Produktphilosophie und -entwicklung. Die Übernahme brachte vor allem finanzielle Stabilität und bessere Lieferketten. Skandale oder drastische Qualitätsverluste nach der Übernahme sind nicht dokumentiert.
Mit über 145.000 belieferten Hunden und 8 Millionen ausgelieferten Portionen monatlich gehört Tails zu den größten Abo-Hundefutter-Anbietern in Europa. Die Bewertungen auf Trustpilot liegen bei soliden 4,7 von 5 Sternen – bei über 19.000 Rezensionen. Das ist beachtlich. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, vor allem wenn es um Transparenz der Inhaltsstoffe und den tatsächlichen Mehrwert der Personalisierung geht. Die Marke ist in Großbritannien und Teilen Europas stark, in den USA jedoch nicht vertreten.
| Preis pro Kilogramm | 4-7 Dollar pro Kilogramm (je nach Rezeptur und Hundegröße) |
| Hauptproteinquelle | Huhn, Lachs, Lamm, Ente, Rind, Truthahn (hauptsächlich Fleischmehl) |
| Nebenerzeugnisse | Nicht spezifisch deklariert, Fleischanteil wird nicht genau angegeben |
| AAFCO-Konformität | Behauptet AAFCO-Standards zu erfüllen, aber ohne dokumentierte Fütterungsversuche |
| Rezepturoptionen | Vollständig personalisierte Rezepturen (getreidefrei/getreidehaltig, verschiedene Proteine, angepasst an Alter, Größe, Aktivität) |
| Verfügbarkeit | Online-Abo-Modell mit direkter Lieferung (Deutschland und andere EU-Länder) |
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Die Zutatenliste ist das Herzstück jeder Futterbeurteilung. Bei Tails wird es etwas komplizierter, weil es keine Standardrezeptur gibt – jede Mischung ist theoretisch anders. Trotzdem lassen sich einige Grundmuster erkennen.
Tails setzt auf Huhn, Lachs, Lamm, Ente und Rind als primäre Proteinquellen. Das klingt hochwertig, allerdings wird oft nicht klar kommuniziert, wie viel frisches Fleisch tatsächlich enthalten ist. In vielen Rezepturen dominiert Fleischmehl – also getrocknetes, gemahlenes Fleisch. Das ist nicht per se schlecht, denn Fleischmehl hat eine hohe Proteinkonzentration. Aber es ist eben nicht dasselbe wie frisches Muskelfleisch. Der tatsächliche Fleischanteil liegt vermutlich im mittleren Bereich – nicht so hoch wie bei reinen Fleischfuttern wie MjAMjAM, aber deutlich über Supermarkt-Standardfutter.
Hier wird’s interessant. Tails bietet sowohl getreidefreie als auch getreidehaltige Rezepturen an. Getreide wie Reis, Hafer oder Gerste sind nicht grundsätzlich schlecht – sie liefern Energie und Ballaststoffe. Problematisch wird es, wenn Mais (Maize) als Hauptzutat auftaucht, was bei einigen Tails-Rezepturen der Fall ist. Mais ist ein günstiger Füllstoff mit begrenztem Nährwert und kann bei empfindlichen Hunden zu Verdauungsproblemen führen. In getreidefreien Varianten kommen stattdessen Kartoffeln, Süßkartoffeln und Rübenschnitzel zum Einsatz.
Tails nutzt Lachsöl, Leinöl und Geflügelfett als Fettquellen. Das ist positiv, denn Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind wichtig für Haut, Fell und Gehirnfunktion. Lachsöl liefert EPA und DHA – essentielle Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und die Gelenkgesundheit unterstützen. Auch die Verwendung von Algenöl als vegane Omega-3-Quelle ist wissenschaftlich fundiert und eine clevere Ergänzung.
Tails verzichtet nach eigenen Angaben auf künstliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Aromen. Stattdessen kommen natürliche Konservierungsmittel wie Tocopherole (Vitamin E) zum Einsatz. Hinzu kommen funktionale Zutaten wie:
Das ist grundsätzlich gut durchdacht. Allerdings fehlen genaue Dosierungsangaben für diese Zusätze – ein Punkt, an dem Tails transparenter sein könnte.
Ein großes Manko: Tails gibt nicht für jede Rezeptur den exakten Fleischanteil an. Es heißt zwar, dass hochwertiges Protein verwendet wird, aber wie viel Prozent Fleisch tatsächlich drin sind, bleibt oft unklar. Auch die Herkunft der Zutaten ist nur vage beschrieben – „aus UK und EU” ist nicht gerade präzise. Für Halter, die Wert auf Rückverfolgbarkeit legen, ist das unbefriedigend. Im Vergleich zu Marken wie MjAMjAM, die mit über 85% Fleischanteil und vollständiger Deklaration werben, wirkt Tails hier weniger transparent.
Die Nährwertangaben variieren je nach personalisierter Rezeptur, aber es lassen sich typische Bereiche identifizieren. Ein durchschnittliches Tails-Trockenfutter enthält etwa:
Der Kaloriengehalt liegt zwischen 3150 und 3850 kcal/kg, was im mittleren bis oberen Bereich für Trockenfutter liegt. Das macht das Futter geeignet für aktive, mittelgroße bis große Hunde. Für weniger aktive oder zu Übergewicht neigende Hunde gibt es angepasste Rezepturen mit reduziertem Fettgehalt.
Tails behauptet, seine Rezepturen würden die AAFCO-Nährstoffprofile erfüllen – das ist der Mindeststandard für vollwertiges Hundefutter. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass Tails tatsächlich AAFCO-Fütterungsversuche durchgeführt hat. Diese Versuche, bei denen mindestens acht Hunde über 26 Wochen ausschließlich mit dem Futter gefüttert werden, gelten als Goldstandard für Nährstoffadäquanz. Stattdessen verlässt sich Tails auf die rechnerische Erfüllung der Nährstoffprofile – was grundsätzlich in Ordnung ist, aber eben nicht das höchste Maß an Sicherheit bietet.
Die Omega-3- und Omega-6-Versorgung ist durch Lachsöl und Leinöl gut abgedeckt. Auch die Vitamine A, D, E und C sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Kupfer sind enthalten. Die Dosierungen liegen im empfohlenen Bereich, könnten aber für maximale Transparenz noch detaillierter angegeben werden.
Die Personalisierung ist das Hauptverkaufsargument von Tails. Theoretisch kann das Futter für fast jeden Hund angepasst werden. Aber schauen wir uns an, wo es wirklich Sinn macht – und wo nicht.
Tails eignet sich besonders gut für:
In diesen Fällen würde ich eher zu Alternativen raten:
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Die beste Zutatenliste nützt nichts, wenn der Hund das Futter links liegen lässt. Wie steht es also um die Akzeptanz von Tails?
Die Mehrheit der Bewertungen ist positiv: Viele Halter berichten, dass ihre Hunde das Futter sofort und mit Begeisterung fressen. Besonders häufig wird erwähnt, dass selbst wählerische Hunde, die vorher andere Futtersorten verweigert haben, bei Tails zugreifen. Das liegt vermutlich an der Vielfalt der Rezepturen und der Möglichkeit, verschiedene Proteinquellen auszuprobieren.
Allerdings gibt es auch eine nicht unerhebliche Minderheit – etwa 5 bis 10% der Bewertungen –, die von Futterverweigerung berichten. Manche Hunde fressen das Futter anfangs, verlieren dann aber das Interesse. Andere rühren es von Anfang an nicht an. Das ist bei jedem Futter möglich, aber bei einem Abo-Modell natürlich besonders ärgerlich.
Tails bietet verschiedene Proteinquellen: Huhn, Lamm, Lachs, Ente, Rind und Truthahn. Dazu kommen unterschiedliche Kohlenhydrat-Basen (Reis, Kartoffel, Hafer). Die Krokettengröße wird ebenfalls an die Hundegröße angepasst – kleinere Brocken für kleine Hunde, größere für große Rassen. Das ist durchdacht und praxisnah.
Einige Halter beschreiben den Geruch als angenehm mild, andere finden ihn eher intensiv. Das ist subjektiv und hängt auch von der gewählten Rezeptur ab. Fischbasierte Varianten riechen natürlich stärker als Huhn. Die Kroketten sind trocken und knusprig, was für die Zahngesundheit förderlich ist.
Kommen wir zur entscheidenden Frage: Ist Tails sein Geld wert?
Die Preise variieren stark, weil sie auf den individuellen Hund zugeschnitten sind. Grob gesagt liegt der Preis zwischen 4 und 7 Dollar pro Kilogramm, abhängig von der Größe des Hundes und der gewählten Rezeptur. Ein kleiner Hund kostet etwa 20 bis 30 Dollar pro Monat, ein großer Hund kann 50 bis 60 Dollar oder mehr erreichen.
Zum Vergleich:
Tails liegt also im mittleren bis oberen Premium-Segment. Der erste Beutel wird oft mit 40–50% Rabatt angeboten, was den Einstieg erleichtert.
Das hängt davon ab, was du erwartest. Wenn dein Hund spezielle Bedürfnisse hat – Allergien, Gelenkprobleme, Gewichtsmanagement – und du Wert auf Bequemlichkeit durch regelmäßige Lieferung legst, dann kann sich Tails lohnen. Die Personalisierung ist ein echter Mehrwert, wenn du sie nutzt und regelmäßig anpasst.
Wenn dein Hund aber gesund ist und keine besonderen Anforderungen hat, bekommst du für ähnliches oder weniger Geld auch hervorragendes Standardfutter – etwa von Josera, Bosch oder Happy Dog. Und wenn dir maximale Fleischqualität und Transparenz wichtiger sind als Personalisierung, ist MjAMjAM die bessere Wahl. Dort weißt du genau, was drin ist, und der Fleischanteil ist deutlich höher.
Nein, die Lieferung ist in der Regel kostenlos. Du kannst das Abo jederzeit pausieren oder anpassen. Das ist fair und kundenfreundlich.
Wo und wie wird Tails-Futter hergestellt? Das ist eine wichtige Frage, die leider nicht vollständig beantwortet werden kann.
Tails produziert hauptsächlich in Großbritannien, genauer gesagt in Richmond-upon-Thames, wo sich auch die Firmenzentrale befindet. Die Fabrik ist speziell für die Herstellung individualisierter Rezepturen ausgelegt. Weitere Produktionsstätten sind nicht öffentlich dokumentiert.
Tails betont, dass interne Labortests durchgeführt werden und dass Tierärzte und Ernährungswissenschaftler in die Rezepturentwicklung eingebunden sind. Konkrete Zertifizierungen wie HACCP, ISO oder GMP werden jedoch nicht genannt. Auch unabhängige Laboranalysen oder Audits sind nicht veröffentlicht. Das ist ein Schwachpunkt, denn ohne externe Überprüfung bleibt die Qualitätssicherung eine Black Box.
Positiv zu vermerken: In den letzten zehn Jahren gab es keine dokumentierten Rückrufaktionen oder größeren Sicherheitsprobleme mit Tails-Produkten. Keine Salmonellen, keine Kontamination, keine Überdosierung von Vitaminen. Das spricht für solide Produktionsprozesse.
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Wie steht Tails zu Umwelt und Tierwohl?
Tails setzt auf recycelbare Verpackungen, was grundsätzlich lobenswert ist. Allerdings sind die Futtersäcke nicht vollständig kompostierbar, sondern bestehen aus einer Mischung aus Papier und Kunststoff. Hier gibt es Luft nach oben.
Tails betont, dass keine Tierversuche für Endprodukte durchgeführt werden. Die Herkunft der Fleischzutaten wird jedoch nur vage mit „UK und EU” angegeben. Ob das Fleisch aus artgerechter Haltung stammt oder welche Standards gelten, bleibt unklar. Auch Bio-Optionen gibt es nicht.
Tails kommuniziert seine Werte – Tierwohl, Nachhaltigkeit, Transparenz – deutlich auf der Website. In der Praxis fehlt es aber an konkreten Nachweisen, etwa durch Zertifikate oder detaillierte Lieferketteninformationen. Im Vergleich zu Marken, die mit Bio-Siegeln oder regionalen Partnerschaften werben, bleibt Tails hier blass.
Ich arbeite ehrenamtlich in einem Tierheim, wo wir regelmäßig verschiedene Futtersorten testen – nicht aus wissenschaftlichem Interesse, sondern einfach, um zu sehen, was bei den Hunden ankommt und wie sie darauf reagieren. Für diesen Test habe ich Tails mit Bella ausprobiert, einer fünfjährigen Mischlingshündin, die vor ein paar Monaten zu uns kam. Bella ist eine mittelgroße Hündin, etwa 18 Kilo schwer, mit dichtem, leicht struppigem Fell. Sie ist freundlich, aber zurückhaltend – und was das Futter angeht, ziemlich wählerisch. Nicht dramatisch, aber sie lässt sich Zeit und schnuppert erst mal ausgiebig, bevor sie entscheidet, ob es ihr schmeckt.
Bella hatte keine besonderen gesundheitlichen Probleme, abgesehen von gelegentlich etwas weichem Stuhl, was bei Tierheimhunden nicht ungewöhnlich ist – Stress, wechselnde Routinen, das spielt alles eine Rolle. Wir fütterten sie vorher mit einem soliden Mittelklasse-Trockenfutter, das sie akzeptierte, aber nicht besonders begeistert fraß. Ich wollte sehen, ob Tails – mit seiner angepassten Rezeptur – einen Unterschied machen würde.
Ich habe für Bella eine getreidefreie Rezeptur mit Huhn und Kartoffel bestellt. Die Umstellung lief problemlos – ich mischte das neue Futter über vier Tage unter das alte. Bella zeigte keine Anzeichen von Unverträglichkeit, kein Erbrechen, kein Durchfall. Sie schnupperte am ersten Tag länger als sonst am Napf, aber dann fraß sie. Nicht mit großer Begeisterung, aber auch nicht widerwillig. Einfach … normal.
In den folgenden zwei Wochen fraß Bella das Tails-Futter zuverlässig. Sie ließ nichts übrig, aber sie stürzte sich auch nicht darauf wie auf frisches Fleisch. Für eine wählerische Hündin war das ein gutes Zeichen – sie akzeptierte es, ohne Probleme. Verglichen mit dem vorherigen Futter gab es keinen großen Unterschied in der Begeisterung, aber das war auch nicht zu erwarten. Bella ist kein Hund, der für Futter Luftsprünge macht.
Nach etwa zehn Tagen bemerkte ich, dass Bellas Stuhl fester und regelmäßiger wurde. Das war eine positive Veränderung. Ihr Fell wirkte nach drei Wochen etwas glänzender – nicht dramatisch, aber sichtbar. Ob das am Futter lag oder einfach daran, dass sie sich im Tierheim eingelebt hatte, lässt sich schwer sagen. Wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Ihr Energielevel blieb gleich – sie war weder aktiver noch träger als vorher.
Für uns im Tierheim war das Futter unkompliziert. Die Portionsangaben waren klar, die Kroketten hatten eine angenehme Größe. Kein unangenehmer Geruch, keine staubigen Rückstände im Beutel. Bella nahm nicht zu und nicht ab – ihr Gewicht blieb stabil, was bei der empfohlenen Futtermenge auch zu erwarten war.
Insgesamt war es eine solide, unauffällige Erfahrung. Bella kam gut mit dem Futter zurecht, zeigte leichte Verbesserungen bei Verdauung und Fell, aber keine dramatischen Veränderungen. Für eine Hündin ohne große gesundheitliche Probleme war das genau richtig – ein gutes, verträgliches Futter, das seinen Job macht.
Um ein umfassendes Bild zu bekommen, habe ich mir hunderte Bewertungen von echten Nutzern angeschaut – auf Trustpilot, in Hundeforen und auf unabhängigen Bewertungsplattformen.
Die häufigsten Lobeshymnen drehen sich um sichtbare Verbesserungen bei Haut und Fell. Viele Halter berichten, dass ihr Hund nach wenigen Wochen ein glänzenderes, weicheres Fell hat und weniger Schuppen. Auch bei der Verdauung gibt es viel positives Feedback: weniger Blähungen, festerer Stuhl, weniger Geruch. Einige Halter erzählen von Hunden, die vorher ständig Magenprobleme hatten und mit Tails endlich zur Ruhe kamen.
Besonders hervorgehoben wird die Bequemlichkeit des Abo-Modells. Kein Schleppen von schweren Futtersäcken, keine vergessenen Bestellungen – das Futter kommt pünktlich, und die Menge passt. Auch die Möglichkeit, die Rezeptur anzupassen, wird geschätzt: „Unser Hund hat im Winter mehr Energie gebraucht, also habe ich die Kalorienzufuhr erhöht – super einfach.”
Auf der anderen Seite gibt es Halter, die enttäuscht sind. Einige berichten, dass ihr Hund das Futter nach anfänglicher Akzeptanz verweigert hat. „Erst hat er es gefressen, aber nach zwei Wochen wollte er es nicht mehr anrühren.” Andere hatten Probleme mit Durchfall oder Erbrechen, besonders bei getreidehaltigen Rezepturen. Ein wiederkehrendes Thema ist auch der Preis: „Für das, was drin ist, einfach zu teuer. Ich bekomme besseres Futter für weniger Geld.”
Einige wenige Halter berichten von Qualitätsproblemen – etwa einem unangenehmen Geruch oder sogar Schimmel im Beutel. Das sind Einzelfälle, aber sie kommen vor. Der Kundenservice reagiert in solchen Fällen in der Regel schnell und bietet Ersatz oder Rückerstattung an.
Interessant sind die Berichte von Haltern, die Tails über Monate oder Jahre füttern. Viele sind zufrieden und sehen keinen Grund zu wechseln: „Unser Hund ist jetzt drei Jahre alt und bekommt seit dem Welpenalter Tails – top Gesundheit, keine Probleme.” Andere berichten allerdings von schleichenden Veränderungen, etwa dass die Rezeptur angepasst wurde und der Hund das neue Futter nicht mehr mochte.
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Wie schneidet Tails im direkten Vergleich mit anderen Premium-Marken ab? Schauen wir uns zwei wichtige Konkurrenten an.
Wenn du dich zwischen Tails und MjAMjAM entscheidest, geht es im Kern um die Frage: Personalisierung oder maximale Fleischqualität? MjAMjAM ist ein deutscher Hersteller, der vor allem für sein Nassfutter bekannt ist. Der Fleischanteil liegt bei über 85%, oft sogar bei 90%. Die Deklaration ist vollständig transparent – du weißt genau, was drin ist und woher es kommt. MjAMjAM verzichtet komplett auf Getreide, Zucker und künstliche Zusätze. Das ist Premium pur.
Tails hingegen punktet mit Flexibilität und Bequemlichkeit. Du kannst die Rezeptur anpassen, bekommst regelmäßige Lieferungen und hast die Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter. Der Fleischanteil ist allerdings niedriger, und die Transparenz ist nicht auf dem Niveau von MjAMjAM. Wenn dein Hund gesund ist und du Wert auf höchste Fleischqualität legst, ist hundefutter von MjamMjam die bessere Wahl. Wenn du Komfort und Anpassbarkeit suchst, kann Tails die richtige Entscheidung sein.
Royal Canin ist eine der bekanntesten Marken weltweit, besonders im veterinärmedizinischen Bereich. Wenn dein Hund eine spezifische Erkrankung hat – Nierenprobleme, Allergien, Übergewicht –, bietet Royal Canin spezialisierte Diäten, die von Tierärzten empfohlen werden. Tails kann das nicht leisten. Auf der anderen Seite setzt Royal Canin oft auf günstigere Füllstoffe wie Mais und Weizen, was nicht jedermanns Sache ist. Tails bietet hier mehr Kontrolle und natürlichere Zutaten – allerdings ohne den medizinischen Hintergrund von Royal Canin.
Wolfsblut und Platinum sind ebenfalls im Premium-Segment angesiedelt und setzen auf getreidefreie, fleischreiche Rezepturen. Sie sind vergleichbar mit Tails, bieten aber keine Personalisierung. Dafür sind sie oft im Fachhandel erhältlich und transparent in der Deklaration. Wenn du kein Abo möchtest und lieber im Laden kaufst, sind diese Marken eine gute Alternative.
Tails ist grundsätzlich für alle Lebensphasen geeignet – von Welpen über aktive Erwachsene bis hin zu Senioren. Durch die Personalisierung kann das Futter an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Besonders empfehlenswert ist es für:
Weniger geeignet ist Tails für Hunde mit schweren Allergien oder chronischen Erkrankungen, die eine tierärztliche Spezialdiät benötigen. Auch für Halter, die maximale Transparenz und den höchstmöglichen Fleischanteil suchen, gibt es bessere Alternativen.
Meine ehrliche Meinung? Tails ist ein solides, gut durchdachtes Premium-Futter mit einem klaren USP: der Personalisierung. Wenn du einen Hund mit speziellen Bedürfnissen hast – sei es Gewichtsmanagement, Gelenkprobleme oder leichte Unverträglichkeiten – und du Wert auf Bequemlichkeit legst, kann Tails eine sehr gute Wahl sein. Das Abo-Modell funktioniert reibungslos, die Rezepturen sind anpassbar, und die meisten Hunde akzeptieren das Futter gut.
Allerdings gibt es auch Schwächen. Die Transparenz bei Fleischanteil und Herkunft ist nicht auf dem Niveau von Marken wie MjAMjAM oder Terra Canis. Die Qualitätskontrolle ist nicht durch unabhängige Zertifikate belegt, und es fehlen AAFCO-Fütterungsversuche, die langfristige Nährstoffadäquanz beweisen würden. Für gesunde Hunde ohne besondere Anforderungen gibt es außerdem vergleichbare oder sogar bessere Optionen zu einem ähnlichen oder niedrigeren Preis.
Würde ich Tails für meinen eigenen Hund kaufen? Wenn ich einen Hund mit spezifischen Bedürfnissen hätte – etwa einen Senior mit Gelenkproblemen oder einen Allergiker – und Komfort schätze, ja. Für einen kerngesunden, unkomplizierten Hund würde ich aber vermutlich zu einer transparenteren, fleischreicheren Alternative wie MjAMjAM greifen. Tails ist nicht schlecht – aber es ist auch nicht außergewöhnlich. Es ist ein gutes Mittelklasse-Premium-Futter mit einem cleveren Geschäftsmodell. Ob sich das für dich lohnt, hängt davon ab, wie viel Wert du auf Personalisierung und Bequemlichkeit legst – und ob du bereit bist, dafür einen Aufpreis zu zahlen.
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Die Personalisierung bei Tails ist grundsätzlich echt, aber nicht so individuell, wie man vielleicht denkt. Der Algorithmus wählt aus über einer Million Kombinationen die passende Rezeptur für deinen Hund aus – basierend auf Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand. Das ist mehr als nur Marketing, aber auch nicht so, als würde jeder Beutel speziell für deinen Hund gemischt. Es sind vordefinierte Rezepturen, die clever kombiniert werden. Für Hunde mit besonderen Bedürfnissen kann das durchaus einen Unterschied machen.
Das ist eine der größten Schwächen von Tails – der genaue Fleischanteil wird nicht immer klar angegeben. In vielen Rezepturen dominiert Fleischmehl statt frisches Fleisch, was nicht schlecht ist, aber eben auch nicht Premium-Niveau. Schätzungsweise liegt der Fleischanteil im mittleren Bereich – deutlich unter Marken wie MjAMjAM (85%+), aber über Standard-Supermarktfutter. Wenn dir maximale Transparenz beim Fleischanteil wichtig ist, solltest du zu anderen Marken greifen.
Nein, Tails funktioniert ausschließlich über das Abo-Modell. Du kannst das Abo zwar jederzeit pausieren, anpassen oder kündigen, aber Einzelkäufe sind nicht möglich. Das ist Teil des Geschäftsmodells – regelmäßige Lieferungen, angepasste Mengen, automatische Bestellungen. Wenn du lieber flexibel im Laden kaufst, ist Tails nicht das Richtige für dich.
Für schwere Allergien eher nicht. Tails kann zwar bestimmte Zutaten ausschließen und eignet sich gut für leichte Unverträglichkeiten, aber bei diagnostizierten Futtermittelallergien oder chronischen Erkrankungen sind tierärztliche Spezialdiäten die bessere Wahl. Marken wie Royal Canin Veterinary oder Hill’s Prescription Diet bieten echte Diätfutter, die medizinisch getestet sind. Tails ist kein Heilfutter, sondern ein angepasstes Premium-Futter für gesunde Hunde.
Tails bietet eine Geld-zurück-Garantie, wenn dein Hund das Futter nicht akzeptiert. Du musst dich an den Kundenservice wenden und bekommst in der Regel eine Rückerstattung oder kannst die Rezeptur kostenlos anpassen lassen. Etwa 5-10% der Hunde verweigern das Futter, was bei jedem Markenwechsel passieren kann. Der erste Beutel wird oft mit 40-50% Rabatt angeboten, was das Risiko minimiert.
Bei der Verdauung kannst du schon nach wenigen Tagen Veränderungen sehen – festerer Stuhl, weniger Blähungen. Verbesserungen bei Haut und Fell dauern länger, etwa 3-6 Wochen. Das liegt daran, dass sich die Hautzellen alle 21 Tage erneuern und das Fell Zeit braucht, um von innen heraus gesünder zu werden. Dramatische Veränderungen solltest du nicht erwarten – Tails ist gutes Futter, aber kein Wundermittel.
Bisher gibt es keine Belege für Qualitätsverluste nach der Übernahme 2018. Tails behielt seine Eigenständigkeit in der Produktentwicklung, und größere Skandale oder Rückrufe sind nicht dokumentiert. Die Übernahme brachte vor allem finanzielle Stabilität und bessere Lieferketten. Manche Halter sind skeptisch wegen Nestlés Reputation, aber konkrete negative Auswirkungen auf das Futter sind nicht erkennbar.
Tails liegt bei etwa 4-7 Euro pro Kilogramm, abhängig von der Rezeptur. Das ist mittleres bis oberes Premium-Segment. MjAMjAM kostet 5,50-8 Euro/kg, hat aber 85%+ Fleischanteil. Royal Canin liegt bei 5-10 Euro/kg. Supermarkt-Premium wie Purina Pro Plan kostet 3-5 Euro/kg. Tails ist also nicht überteuer, aber du zahlst auch für die Personalisierung und das Abo-Modell mit.
Ja, das ist einer der größten Vorteile von Tails. Du kannst jederzeit online die Rezeptur anpassen – andere Proteinquelle wählen, Aktivitätslevel ändern, Gewicht aktualisieren oder gesundheitliche Probleme hinzufügen. Die Änderung gilt dann für die nächste Lieferung. Das ist besonders praktisch, wenn sich die Bedürfnisse deines Hundes ändern – vom aktiven Erwachsenen zum ruhigeren Senior zum Beispiel.
Ja, Tails bietet sowohl Trocken- als auch Nassfutter an. Das Nassfutter kommt in Dosen und kann ebenfalls personalisiert werden. Viele Halter kombinieren beides – Trockenfutter als Grundlage, Nassfutter als Ergänzung oder für mehr Abwechslung. Die Preise für Nassfutter sind entsprechend höher, da der Wasseranteil und die Verpackung mehr kosten.
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