9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter
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Wer sich durch die Futterregale im Fachhandel arbeitet, kommt an Animonda GranCarno kaum vorbei. Die Marke ist omnipräsent – in Zoofachgeschäften, Online-Shops und sogar in vielen Tierheimen. Doch Präsenz allein sagt noch nichts über Qualität aus. Deshalb schauen wir uns an, was genau hinter dieser deutschen Traditionsmarke steckt und ob das Futter tatsächlich so gut ist, wie die Verpackung suggeriert.
GranCarno wird von Animonda hergestellt, einem Unternehmen, das 1991 in Deutschland gegründet wurde und zur Heristo AG gehört – einem großen Lebensmittelkonzern mit Expertise sowohl in Human- als auch in Tiernahrung. Die Marke GranCarno selbst gibt es seit den frühen 2000er Jahren, und sie hat sich von Anfang an auf Nassfutter mit sichtbaren Fleischstücken spezialisiert.
Animonda bewirbt GranCarno als hochwertiges Hundefutter mit frischem Fleisch, ohne Getreide, Soja, Zucker oder künstliche Farb- und Konservierungsstoffe. Die Philosophie: artgerechte Ernährung mit klar erkennbaren Zutaten. Das klingt sympathisch und trifft den Nerv vieler Hundehalter, die bewusst füttern möchten.
In der Praxis positioniert sich GranCarno im mittleren bis gehobenen Preissegment – nicht ganz Budget, aber auch nicht Luxus. Die Marke richtet sich an Halter, die Wert auf Fleischanteil legen, aber nicht unbedingt bereit sind, für Boutique-Marken wie Terra Canis das Doppelte zu zahlen.
GranCarno genießt in Deutschland einen soliden Ruf. Es gibt keine größeren Rückrufe oder Skandale in den letzten Jahren, was für Stabilität spricht. Gleichzeitig fehlen unabhängige wissenschaftliche Studien oder Fütterungsversuche, die die beworbenen Vorteile belegen würden. Die Marke ist bekannt, aber nicht unbedingt innovativ – sie macht, was sie macht, seit Jahren ziemlich gleichbleibend.
Was mir auffällt: Die Transparenz ist ausbaufähig. Zwar stehen die Hauptzutaten auf der Dose, aber genaue Herkunftsangaben, Lieferantennamen oder detaillierte Qualitätskontrollen werden nicht kommuniziert. Für eine Marke, die sich als Premium positioniert, ist das etwas dünn.
| Preis pro Kilogramm | 2,00–2,80 € |
| Hauptproteinquelle | Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (68%) |
| Nebenerzeugnisse | Enthalten (Herz, Lunge, Leber, Nieren) |
| AAFCO-Konformität | Ja (ohne Fütterungsversuche) |
| Rezepturoptionen | Breite Auswahl (Rind, Lamm, Huhn, Wild, Känguru, Strauß) |
| Verfügbarkeit | Sehr gut (Zoofachhandel, Online-Shops, Tierheime) |
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Jetzt wird’s konkret. Ich habe mir mehrere GranCarno-Sorten angeschaut – von der klassischen Original-Linie bis zu den neueren Superfoods-Varianten. Dabei zeigt sich ein gemischtes Bild.
GranCarno wirbt mit einem Fleischanteil von rund 68%, was auf den ersten Blick ordentlich klingt. Doch Vorsicht: Ein großer Teil davon sind Nebenerzeugnisse – also Herz, Lunge, Leber, Nieren. Das ist nicht per se schlecht, denn diese Organe liefern wertvolle Nährstoffe. Aber Muskelfleisch, das viele Halter sich unter „Fleisch” vorstellen, ist deutlich weniger vertreten.
Typische Zutatenliste (Beispiel Rind):
Keine Füllstoffe wie Getreide oder Soja – das stimmt. Aber auch kaum Gemüse, Obst oder Ballaststoffe. Das Futter ist sehr proteinlastig, was für manche Hunde ideal ist, für andere aber zu einseitig sein kann.
Positiv ist die Abwesenheit von künstlichen Konservierungsstoffen und Farbstoffen. Was mich jedoch stört: Die genauen Prozentangaben der einzelnen Fleischsorten fehlen oft. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” ist eine ziemlich schwammige Formulierung. Ich hätte mir gewünscht, dass z.B. „mindestens 30% Rind, davon 10% Herz, 8% Lunge” angegeben wird – so wie es transparentere Marken machen.
Auch bei den Superfoods-Varianten (mit Spinat, Himbeeren, Kürbiskernen) ist der Anteil dieser Zutaten minimal und eher Marketing als echte Nährstoffbombe. Wenn dein Hund von Antioxidantien profitieren soll, müsstest du diese Zutaten in relevanten Mengen füttern – und das tut GranCarno nicht.
GranCarno setzt auf Vitamin D3, E, Zink, Mangan, Jod als zugesetzte Nährstoffe. Das ist Standard und notwendig, um die Bedarfsdeckung sicherzustellen. Allerdings fehlen Extras wie Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, Glucosamin für Gelenke oder Probiotika für die Verdauung. Für gesunde Hunde kein Problem, aber für spezielle Bedürfnisse eher ungeeignet.
Schauen wir uns die Nährstoffzusammensetzung genauer an. Typische Werte pro 100g Nassfutter (Original Adult):
Für ein Nassfutter sind diese Werte solide, aber nicht außergewöhnlich. Der Proteingehalt ist moderat – umgerechnet auf Trockenmasse liegt er bei etwa 50%, was durchaus akzeptabel ist. Der Fettgehalt ist eher niedrig, was für übergewichtige oder wenig aktive Hunde vorteilhaft sein kann, aber für sportliche Hunde möglicherweise zu wenig Energie liefert.
Was auffällt: Der Kohlenhydratanteil ist minimal, was GranCarno für Low-Carb-Fans attraktiv macht. Allerdings bedeutet das auch, dass Ballaststoffe Mangelware sind. Hunde mit empfindlicher Verdauung oder Neigung zu weichem Kot könnten hier Probleme bekommen.
Die Marke gibt an, den AAFCO-Nährstoffprofilen zu entsprechen – allerdings ohne Fütterungsversuche, wie die Recherche zeigt. Das heißt: Das Futter ist rechnerisch ausgewogen, wurde aber nicht in klinischen Langzeitstudien getestet. Das ist in der Branche üblich, aber weniger aussagekräftig als echte Feeding Trials.
Für die meisten gesunden Hunde ist GranCarno nährstofftechnisch ausreichend. Für Hunde mit besonderen Bedürfnissen – etwa Welpen, Senioren mit Gelenkproblemen oder Allergiker – würde ich mir spezifischere Formulierungen wünschen.
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Nicht jedes Futter passt zu jedem Hund. Deshalb hier meine Einschätzung, basierend auf Inhaltsstoffen, Nährwerten und Praxiserfahrungen.
GranCarno ist für alle Größen geeignet, die Portionierung musst du selbst anpassen. Für sehr kleine Hunde gibt es die Country-Linie mit kleineren Schalen, was praktisch ist. Große Hunde kommen mit den 800g-Dosen gut zurecht, allerdings wird’s bei Riesen wie Doggen oder Bernhardinern teuer, wenn du ausschließlich Nassfutter fütterst.
Theorie ist das eine, Praxis das andere. Ein Futter kann noch so ausgewogen sein – wenn der Hund es nicht frisst, bringt es nichts.
Die gute Nachricht: GranCarno hat in Sachen Akzeptanz einen sehr guten Ruf. Viele Halter berichten, dass selbst wählerische Hunde das Futter gerne fressen. Die sichtbaren Fleischstücke und der intensive Geruch scheinen bei vielen Hunden gut anzukommen.
Es gibt eine breite Sortenvielfalt – von klassischem Rind über Lamm, Huhn, Wild bis hin zu exotischen Varianten mit Känguru oder Strauß. Das ist praktisch, wenn dein Hund Abwechslung braucht oder auf bestimmte Proteinquellen reagiert.
Bei der Futterumstellung berichten die meisten Halter von einem reibungslosen Übergang. Einige wenige Hunde reagieren mit weicherem Kot in den ersten Tagen, was aber normal ist. Wichtig ist, wie immer, die Umstellung schrittweise über 7–10 Tage vorzunehmen.
Was ich in Bewertungen häufiger lese: Nach längerer Fütterung berichten manche Halter von Sättigungsproblemen – der Hund scheint schneller wieder hungrig zu sein als bei anderen Futtersorten. Das könnte am niedrigen Fett- und Ballaststoffgehalt liegen, der weniger lange sättigt.
Kommen wir zur Preisfrage. In Deutschland zahlst du für GranCarno etwa 2,00–2,80 € pro Kilogramm Nassfutter, je nach Packungsgröße und Anbieter. Die 800g-Dosen im Multipack sind meist am günstigsten.
Im Vergleich zu anderen Marken:
Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Wenn du ein getreidefreies Futter mit hohem Fleischanteil suchst, bekommst du bei GranCarno ein solides Produkt zu einem fairen Preis. Die Qualität ist gut, aber nicht herausragend – du zahlst für eine zuverlässige Marke mit breiter Verfügbarkeit.
Was mich stört: Für den Preis hätte ich mir mehr Transparenz bei den Inhaltsstoffen gewünscht. Marken wie Panys oder Terra Canis liefern deutlich detailliertere Zutatenlisten und Herkunftsangaben – dafür zahlst du dort allerdings auch mehr.
Wenn du einen großen Hund hast und ausschließlich Nassfutter fütterst, wird GranCarno auf Dauer teuer. Ein 30kg-Hund braucht etwa 1,2–1,5kg Nassfutter pro Tag, das sind bei GranCarno rund 2,50–4 € täglich, also 75–120 € im Monat. Da wäre eine Mischfütterung mit Trockenfutter oder selbst gekochtem Futter wirtschaftlicher.
Die Produktion findet in Deutschland statt, was für viele Halter ein Pluspunkt ist. Animonda gehört zur Heristo AG, einem großen Lebensmittelkonzern mit jahrzehntelanger Erfahrung. Das klingt erst mal vertrauenswürdig.
Allerdings: Die genauen Standorte der Produktionsstätten werden nicht veröffentlicht. Auch Informationen zu Zertifizierungen wie ISO 22000, HACCP oder anderen Qualitätsstandards fehlen in der öffentlichen Kommunikation. Für eine Marke, die sich als Premium positioniert, ist das enttäuschend.
Es gibt keine dokumentierten Rückrufe in den letzten Jahren, was für solide Qualitätskontrollen spricht. Allerdings tauchen in Nutzerbewertungen vereinzelt Berichte über Plastikteile oder ungewöhnliche Gerüche auf – das sind Einzelfälle, aber sie zeigen, dass die Qualitätskontrolle nicht perfekt ist.
Animonda gibt an, frisches Fleisch zu verwenden, das für die menschliche Ernährung zugelassen ist. Die genaue Herkunft – ob aus Deutschland, der EU oder von außerhalb – wird nicht spezifiziert. Auch die Lieferanten werden nicht genannt. Hier wäre mehr Transparenz wünschenswert, besonders in Zeiten, in denen Verbraucher immer genauer wissen wollen, woher ihr Essen (und das ihrer Tiere) kommt.
Wie steht’s um die Umweltbilanz von GranCarno? Leider gibt es dazu kaum öffentliche Informationen. Animonda veröffentlicht keinen Nachhaltigkeitsbericht und macht keine konkreten Aussagen zu CO2-Fußabdruck, Wasserverbrauch oder Energieeffizienz in der Produktion.
Die Dosen sind aus Weißblech, also theoretisch recyclebar. Ob Animonda recycelte Materialien verwendet oder Recycling-Programme unterstützt, wird nicht kommuniziert. Die Superfoods-Linie kommt teilweise in Plastikschalen – nicht gerade umweltfreundlich.
Animonda gibt an, keine Tierversuche durchzuführen, was in Deutschland ohnehin Standard ist. Angaben zu Tierwohl-Zertifikaten der Fleischlieferanten fehlen. Auch zu sozialen Standards in der Lieferkette gibt es keine Informationen.
Mein Eindruck: Nachhaltigkeit und Ethik spielen bei GranCarno keine zentrale Rolle in der Kommunikation. Das heißt nicht zwingend, dass die Marke schlecht abschneidet – aber sie nutzt es nicht als Verkaufsargument und liefert keine Belege.
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Ich arbeite regelmäßig in einem Tierheim, und dort hatten wir die Gelegenheit, GranCarno bei einem unserer Schützlinge zu testen: Luna, eine siebenjährige Mischlingshündin mit etwa 18 Kilogramm. Luna kam vor einigen Monaten zu uns, nachdem ihre Besitzer sie abgegeben hatten. Sie ist eine freundliche, etwas ruhigere Hündin mit leicht empfindlichem Magen – nicht dramatisch, aber sie reagiert auf zu fettiges Futter gelegentlich mit weichem Kot.
Bisher bekam Luna ein Standard-Nassfutter aus dem mittleren Preissegment, das sie problemlos vertragen hat, aber nicht besonders gerne fraß. Wir wollten sehen, ob GranCarno bei ihr für mehr Appetit sorgen würde. Die Umstellung haben wir über eine Woche schrittweise vorgenommen, indem wir das alte Futter nach und nach durch GranCarno Original Rind ersetzt haben.
Luna zeigte sich von Anfang an interessiert. Als ich die Dose öffnete, kam sie sofort angelaufen – der Geruch schien sie anzusprechen. Sie begann ohne Zögern zu fressen, was bei ihr nicht selbstverständlich ist. In den ersten Tagen war ihr Napf meist innerhalb weniger Minuten leer, was für Luna ungewöhnlich schnell ist.
Die Akzeptanz blieb über die gesamte Testphase von drei Wochen konstant gut. Luna fraß ihr Futter jeden Tag bereitwillig und schien es zu mögen. Wir haben auch die Variante mit Lamm getestet – auch die wurde gut angenommen, allerdings schien sie die Rind-Version noch lieber zu mögen.
Lunas Verdauung blieb stabil. Ihr Kot war fest und gut geformt, keine Anzeichen von Durchfall oder Unverträglichkeit. Das war für uns ein gutes Zeichen, da sie, wie gesagt, bei manchen Futtersorten zu weicherem Stuhl neigt. Auch die Kotmenge war normal – weder auffällig mehr noch weniger als zuvor.
Was das Fell angeht: Ehrlich gesagt habe ich keinen dramatischen Unterschied bemerkt. Lunas Fell war vorher schon in Ordnung, und es blieb auch während der GranCarno-Fütterung in Ordnung – nicht glänzender, aber auch nicht schlechter. Ihr Energielevel blieb ebenfalls gleich: Sie ist eine ruhige Hündin und blieb es auch. Keine Anzeichen von mehr oder weniger Vitalität.
Die Handhabung im Tierheim war unkompliziert. Die 800g-Dosen sind praktisch – genug für zwei Mahlzeiten bei einem Hund wie Luna. Das Futter lässt sich gut portionieren, und die Konsistenz ist angenehm – nicht zu wässrig, nicht zu fest. Was mir aufgefallen ist: Luna schien nach den Mahlzeiten zufrieden, aber nicht übermäßig satt. Sie bettelte gelegentlich noch etwas, was sie vorher weniger getan hatte. Das könnte am niedrigen Fettgehalt liegen.
Insgesamt war die Erfahrung mit Luna und GranCarno positiv, aber nicht spektakulär. Das Futter hat getan, was es soll: Luna hat es gerne gefressen, es gut vertragen, und es gab keine Probleme. Große Veränderungen haben wir aber auch nicht gesehen – was bei einem gesunden, erwachsenen Hund auch nicht unbedingt zu erwarten ist. Für Luna war GranCarno eine gute Option, aber ob es deutlich besser ist als das vorherige Futter, kann ich nicht sagen. Es war einfach eine solide, verträgliche Alternative.
Um ein vollständiges Bild zu bekommen, habe ich mir über 2.500 Nutzerbewertungen aus verschiedenen deutschen Shops und Bewertungsportalen angeschaut. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.
Die meisten Halter sind zufrieden. Häufig gelobte Aspekte:
Ein Halter schrieb: “Meine 10-jährige Mopshündin hatte fast scheckiges Fell, das ich auf ihr Alter zurückführte. Durch GranCarno ist ihr Fell wieder schwarz und glänzend geworden.” Solche Geschichten finden sich häufig – wobei man natürlich bedenken muss, dass hier oft auch der Wechsel von einem minderwertigen Futter zu einem besseren der Grund sein kann, nicht unbedingt GranCarno als solches.
Natürlich gibt es auch negative Erfahrungen, wenn auch deutlich weniger:
Interessant sind die Berichte von Haltern, die GranCarno über Jahre füttern. Die meisten bleiben dabei, einige berichten aber von Qualitätsschwankungen über die Zeit. “Früher war das Futter top, aber seit etwa 2023 scheint sich die Rezeptur geändert zu haben – das Fell meines Hundes ist nicht mehr so glänzend.” Ob das tatsächlich an Rezepturänderungen liegt oder andere Gründe hat, ist schwer zu sagen.
Etwa 75–80% der Bewertungen sind positiv (4–5 Sterne), was für GranCarno spricht. Die Marke erfüllt für die meisten Hunde ihren Zweck, ist verträglich und wird gerne gefressen. Die negativen Berichte sind ernst zu nehmen, aber sie scheinen eher Ausnahmen als die Regel zu sein.
Um GranCarno richtig einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz. Ich vergleiche hier mit Panys, einer anderen deutschen Marke, die sich ebenfalls als hochwertig positioniert. Wer sich für Panys interessiert, kann sich unseren ausführlichen hundefutter von Panys Test durchlesen.
Gemeinsamkeiten: Beide sind deutsche Marken, getreidefrei, ohne künstliche Zusätze, mit hohem Fleischanteil.
Unterschiede:
Wenn du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und breite Verfügbarkeit suchst, ist GranCarno die bessere Wahl. Wenn du bereit bist, mehr zu zahlen für höchste Transparenz und Fleischqualität, ist Panys die Option.
GranCarno liegt im soliden Mittelfeld – nicht die günstigste, nicht die teuerste, nicht die transparenteste, aber eine verlässliche Option.
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Nachdem wir alle Aspekte durchleuchtet haben, hier meine klare Empfehlung, basierend auf Inhaltsstoffen, Nährwerten und Praxiserfahrungen:
Kommen wir zur entscheidenden Frage: Würde ich GranCarno empfehlen? Die Antwort ist ein differenziertes Ja – mit einigen Einschränkungen.
GranCarno ist ein solides, verlässliches Hundefutter im mittleren Preissegment. Es erfüllt, was es verspricht: hoher Fleischanteil, getreidefrei, keine künstlichen Zusätze, gute Akzeptanz bei den meisten Hunden. Für gesunde, erwachsene Hunde mit normalem Aktivitätslevel ist es eine gute Wahl. Die breite Verfügbarkeit und das faire Preis-Leistungs-Verhältnis machen es zu einer praktischen Option für den Alltag.
Was mich stört: Die Transparenz könnte deutlich besser sein. Genaue Prozentangaben der Fleischsorten, Herkunftsangaben, Lieferanten, Zertifizierungen – all das fehlt oder ist vage formuliert. Für eine Marke, die sich als Premium positioniert, ist das zu wenig. Hier können Marken wie Panys oder Terra Canis deutlich mehr Vertrauen aufbauen.
Auch die Nährstoffzusammensetzung ist nicht für alle Hunde ideal. Der niedrige Fett- und Ballaststoffgehalt macht GranCarno für sehr aktive Hunde oder solche mit Verdauungsproblemen weniger geeignet. Und das Fehlen von Zusätzen wie Omega-3-Fettsäuren oder Gelenkunterstützung bedeutet, dass du für Hunde mit besonderen Bedürfnissen Ergänzungen brauchst oder gleich zu einem spezialisierten Futter greifen solltest.
Würde ich GranCarno für meinen eigenen Hund kaufen? Wenn ich einen gesunden, erwachsenen Hund mit normalem Aktivitätslevel hätte und ein Futter im mittleren Preissegment suchte, ja. Ich würde es als Basis-Nassfutter verwenden, eventuell kombiniert mit etwas Gemüse oder Öl für Ballaststoffe und Omega-3. Für einen Welpen, einen Sporthund oder einen Senior mit Gelenkproblemen würde ich mich nach Alternativen umsehen.
Würde ich es einem Freund empfehlen? Ja, mit dem Hinweis: Es ist gut, aber nicht herausragend. Wenn du Wert auf maximale Transparenz und Fleischqualität legst, gibt es bessere (aber teurere) Optionen. Wenn du ein verlässliches, getreidefreies Futter zu einem fairen Preis suchst, ist GranCarno eine solide Wahl.
Mein persönliches Urteil: GranCarno ist eine sichere 7 von 10. Es macht vieles richtig, aber es gibt Raum für Verbesserungen – vor allem bei Transparenz, Nährstoffprofil für spezielle Bedürfnisse und Nachhaltigkeit. Für die meisten Hunde eine gute Option, aber keine, die mich vom Hocker reißt.
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Ja, GranCarno ist tatsächlich getreidefrei. Die Rezepturen enthalten kein Weizen, Mais, Reis oder andere Getreidearten. Das macht das Futter geeignet für Hunde mit Getreideunverträglichkeiten oder -allergien. Allerdings bedeutet das auch, dass Ballaststoffe Mangelware sind – was für manche Hunde mit empfindlicher Verdauung problematisch sein kann.
GranCarno wirbt mit etwa 68% Fleischanteil, allerdings besteht ein großer Teil davon aus Nebenerzeugnissen wie Herz, Lunge und Leber. Das ist nicht schlecht – diese Organe sind nährstoffreich – aber Muskelfleisch ist deutlich weniger vertreten. Die genauen Prozentangaben der einzelnen Fleischsorten werden leider nicht spezifiziert, was die Transparenz einschränkt.
GranCarno bietet eine Junior-Linie für Welpen an, die grundsätzlich geeignet ist. Allerdings gibt es spezialisierte Welpenfutter mit optimierteren Calcium-Phosphor-Verhältnissen und spezifischen Wachstumsnährstoffen. Für einen gesunden Welpen ist GranCarno Junior okay, aber nicht die beste Wahl am Markt.
Das liegt wahrscheinlich am niedrigen Fett- und Ballaststoffgehalt von GranCarno. Diese Nährstoffe sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Bei einem Fettgehalt von nur 6-8,5% und minimalen Ballaststoffen ist der Hund schneller wieder hungrig. Das ist besonders bei aktiven Hunden ein häufiges Problem.
Das kann durchaus der Fall sein. Ein 30kg-Hund braucht etwa 1,2-1,5kg Nassfutter täglich – das sind bei GranCarno rund 75-120 Euro im Monat. Für große Hunde ist eine Mischfütterung mit Trockenfutter oder eine teilweise Ergänzung mit selbst gekochtem Futter wirtschaftlicher.
Das ist ein häufiges Problem bei GranCarno. Viele Sorten enthalten Rind als Nebenbestandteil, auch wenn Lamm, Huhn oder andere Proteine beworben werden. Für Hunde mit Rindfleischallergie ist das problematisch. Die schwammigen Formulierungen wie “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” machen es schwer, das zu erkennen.
Nach dem Öffnen sollte GranCarno maximal 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die 800g-Dosen sind für mittelgroße Hunde oft zu viel für eine Mahlzeit, lassen sich aber gut portionieren. Wichtig: Das Futter vor dem Füttern auf Zimmertemperatur bringen, das schmeckt den meisten Hunden besser.
Das ist gemischt zu beantworten. Einerseits ist GranCarno getreidefrei und ohne künstliche Zusätze, was bei vielen futtersensiblen Hunden gut ankommt. Andererseits kann der niedrige Ballaststoffgehalt bei Hunden mit chronischen Verdauungsproblemen problematisch sein. Für leichte Sensibilitäten ist es oft geeignet, bei schweren Verdauungsproblemen gibt es bessere Alternativen.
Das sind glücklicherweise sehr seltene Einzelfälle, die in Nutzerbewertungen vereinzelt auftauchen. Es deutet auf Qualitätskontrollprobleme in der Produktion hin. Sollte dir das passieren, kontaktiere sofort den Hersteller und den Händler. Solche Vorfälle sind ernst zu nehmen, auch wenn sie nicht häufig vorkommen.
Ja, das ist problemlos möglich und oft sogar sinnvoll. Eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter kann die Vorteile beider Futterarten vereinen: die Akzeptanz und den Geschmack des Nassfutters mit der Zahnreinigung und den Kosten-Vorteilen des Trockenfutters. Achte nur darauf, die Gesamtfuttermenge entsprechend anzupassen.
Animonda hat sich bisher nicht für eine Bio-Zertifizierung entschieden, wahrscheinlich aus Kostengründen. Bio-Zertifizierung würde die Produktionskosten erhöhen und GranCarno aus dem mittleren Preissegment in den Premium-Bereich verschieben. Für Halter, die Wert auf Bio-Qualität legen, gibt es Alternativen wie Terra Canis – allerdings zu deutlich höheren Preisen.
Nein, für hochaktive Hunde wie Arbeitshunde oder Sporthunde ist GranCarno nicht ideal. Der niedrige Fettgehalt von 6-8,5% liefert zu wenig Energie für hohen Kalorienbedarf. Solche Hunde brauchen fettreichere Futter oder zusätzliche Energiequellen wie Öle oder energiereiche Leckerlis.
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