9 von 10 Hunden bekommen das falsche Futter
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Tierheim-Helferin, zertifizierte Ernährungsberaterin und Hundenärrin
• Unerreichte Transparenz: 100% Deklaration aller Zutaten mit prozentualen Anteilen und Herkunftsangaben – deutlich besser als Konkurrenten wie Wolfsblut (70,9%).
• Extrem hoher Fleischanteil: 87-99% Fleisch je nach Sorte, ausschließlich Muskelfleisch und hochwertige Innereien ohne Schlachtabfälle oder Füllstoffe.
• Ideal für sensible Hunde: Monoprotein-Rezepturen und minimale Zusätze machen das Futter perfekt für Allergiker und Hunde mit Unverträglichkeiten.
• Günstiger als erwartet: Trotz hoher Einzelpreise niedrigere Tageskosten als Wolfsblut (5,86€ vs. 7,82€) durch geringeren Futterbedarf.
• Nicht für alle Hunde optimal: Sehr hoher Proteingehalt kann für Senioren oder Hunde mit Nierenproblemen problematisch sein.
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Anifit gehört zu den Marken, die sich bewusst vom Mainstream abheben. Während viele Hersteller auf breite Verfügbarkeit und moderate Preise setzen, wählt Anifit den umgekehrten Weg: exklusiver Direktvertrieb, höchste Deklarationsstandards und Fleischanteile, die bei manchen Sorten über 90 Prozent liegen. Das klingt zunächst beeindruckend – doch in der Hundeernährung gilt nicht immer „viel hilft viel”. Deshalb schaue ich mir in diesem Review nicht nur die Inhaltsstoffe an, sondern auch, ob die Zusammensetzung ernährungsphysiologisch Sinn ergibt und für welche Hunde dieses Futter tatsächlich geeignet ist.
Anifit wurde 2001 in der Schweiz gegründet und hat sich seitdem als Premiumanbieter für Hunde- und Katzenfutter etabliert, vor allem im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen wird von Michel Jüstrich geleitet und betreibt neben der Schweizer Zentrale in Appenzell auch die operative Gesellschaft Provital GmbH in Taufkirchen, Deutschland. Die Produktion findet ausschließlich in Schweden statt – eine bewusste Entscheidung, die Anifit mit den strengen schwedischen Lebensmittelgesetzen begründet. In Schweden sind etwa Massentierhaltung, Tiermehlfütterung und gentechnisch veränderte Futtermittel verboten, was dem Unternehmen als Qualitätsgarantie dient.
Anifit positioniert sich als Verfechter artgerechter Ernährung. Die Philosophie lautet: Hunde sind von Natur aus Fleischfresser und benötigen daher Futter mit hohem Fleischanteil, ohne unnötige Füllstoffe oder künstliche Zusätze. Das Unternehmen wirbt mit dem Slogan „Aus Liebe zum Tier” und betont, dass alle Zutaten Lebensmittelqualität haben. Zudem setzt Anifit auf vollständige Transparenz: Jede Zutat wird bis ins Detail deklariert, einschließlich prozentualer Anteile und Herkunft der Rohstoffe.
Das Vertriebsmodell unterscheidet sich stark von klassischen Futtermarken. Anifit verkauft seine Produkte ausschließlich über Direktvertrieb – entweder über persönliche Berater, die Kunden zu Hause besuchen, oder über den eigenen Online-Shop. Diese Strategie ermöglicht persönliche Beratung und individuell angepasste Fütterungsempfehlungen, wird aber auch kritisch gesehen: Manche Kunden empfinden den Verkaufsansatz als aufdringlich, und die begrenzte Verfügbarkeit schränkt die Marktreichweite ein.
| Preis pro Kilogramm | Ca. 7-10 Euro (je nach Dosengröße und Sorte) |
| Hauptproteinquelle | Muskelfleisch (Huhn, Rind, Lamm, Lachs) mit Innereien wie Herz, Leber, Lunge |
| Nebenerzeugnisse | Keine Schlachtabfälle; nur hochwertige Innereien in Lebensmittelqualität |
| AAFCO-Konformität | Nicht AAFCO-zertifiziert, aber entspricht FEDIAF-Standards für vollständige Hundenahrung |
| Rezepturoptionen | Monoprotein-Sorten, Welpen-Linie (Junior), getreidefreie Rezepturen, Bio-Sorte |
| Verfügbarkeit | Nur über Direktvertrieb (persönliche Berater oder Online-Shop) |
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In Deutschland, Österreich und der Schweiz genießt Anifit einen hervorragenden Ruf bei qualitätsbewussten Hundehaltern. In Tests schneidet die Marke regelmäßig hervorragend ab: 2024 wurde Anifit von 1a-hundefutter.de mit 9,8 von 10 Punkten zum Testsieger unter 65 Hundefuttermarken gekürt. Auch auf Plattformen wie Hundeo und Pfoten.net erhält Anifit konstant Bestnoten für Transparenz, Zutatenqualität und Verträglichkeit.
Allerdings bleibt die Marke deutlich kleiner als Konkurrenten wie Wolfsblut, was sich an der Anzahl der Kundenbewertungen zeigt: Während Wolfsblut über 39.000 Bewertungen verzeichnet, sind es bei Anifit rund 4.100. Die Kundenzufriedenheit liegt mit 4,3 von 5 Sternen jedoch leicht über der von Wolfsblut (4,1 Sterne). Das deutet darauf hin, dass Anifit eine kleinere, aber sehr loyale Kundenbasis hat.
Was Anifit von vielen anderen Marken unterscheidet, ist die vollständige Deklaration aller Inhaltsstoffe. In Tests erreicht Anifit hier 100 Prozent Transparenz – ein Spitzenwert. Zum Vergleich: Wolfsblut liegt bei 70,9 Prozent. Das bedeutet konkret, dass Anifit nicht nur angibt, welche Fleischsorten verwendet werden, sondern auch, welche Organe, in welchem Verhältnis und aus welcher Quelle.
Der Fleischanteil bei Anifit liegt je nach Sorte zwischen 87 und 99 Prozent – ein extrem hoher Wert. Zum Vergleich: Wolfsblut kommt auf etwa 66 Prozent, viele Supermarktmarken liegen deutlich darunter. Anifit verwendet ausschließlich Muskelfleisch und hochwertige Innereien wie Herz, Leber, Lunge und Nieren. Schlachtabfälle wie Hufe, Federn oder Blutmehl sind ausgeschlossen.
Ein typisches Beispiel ist die Sorte Gockels Duett, die zu 100 Prozent aus Huhn besteht – also Muskelfleisch, Herz und Magen. Andere Sorten wie Moby Dick setzen auf Lachs als einzige Proteinquelle. Diese Monoprotein-Rezepturen sind besonders für Allergiker und sensible Hunde interessant, da sie das Risiko für Unverträglichkeiten minimieren.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass ein Fleischanteil von über 90 Prozent nicht zwingend optimal ist. Hunde benötigen zwar viel tierisches Protein, aber auch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe aus pflanzlichen Quellen. Ein zu hoher Fleischanteil kann langfristig zu Nierenproblemen führen, vor allem bei älteren oder vorbelasteten Hunden. Anifit selbst empfiehlt daher bei großen Hunden, das Nassfutter mit getreidefreien Flocken zu ergänzen, um die Nährstoffbalance zu verbessern.
Anifit setzt auf minimale Kohlenhydratanteile, meist unter fünf Prozent. Wo Kohlenhydrate enthalten sind, stammen sie aus Kartoffeln, Reis oder Karotten – nie aus Weizen, Mais oder Soja. Diese Zutaten dienen nicht als Füllstoffe, sondern liefern Ballaststoffe und unterstützen die Verdauung. Besonders Kartoffeln sind eine gute Quelle für resistente Stärke, die präbiotisch wirkt und die Darmgesundheit fördert.
Die Trockenfuttersorten von Anifit enthalten naturgemäß mehr Kohlenhydrate – etwa 49 Prozent, überwiegend aus Reis. Das ist für Trockenfutter ein moderater Wert und liegt im Rahmen dessen, was ernährungsphysiologisch vertretbar ist. Wichtig ist, dass Anifit auch hier auf glutenfreie und leicht verdauliche Quellen setzt.
Anifit verzichtet konsequent auf künstliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Aromen. Auch Zucker, Palmfett und Tiermehle sind tabu. Die einzigen Zusätze sind natürliche Mineralien wie Zink, Kupfer und Mangan, die in geringen Mengen zur Bedarfsdeckung beigemischt werden. In Tests schneidet Anifit hier mit nur ein bis drei Zusätzen deutlich besser ab als Wolfsblut, das 10 bis 12 Zusätze verwendet.
Einige Sorten enthalten zudem Chicorée (als Inulin-Quelle), Hagebutte oder Dill – pflanzliche Ergänzungen, die präbiotisch wirken oder Vitamine liefern. Diese Zutaten sind sinnvoll dosiert und nicht Teil einer überlangen Zutatenliste, wie sie bei manchen Konkurrenten kritisiert wird.
Anifit gibt für alle Produkte eine detaillierte Nährstoffanalyse an, die den Vorgaben der FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) entspricht. Für die USA sind AAFCO-Standards relevant – diese werden von Anifit zwar nicht explizit zertifiziert, da das Futter nicht in den USA vertrieben wird, aber die Nährstoffprofile liegen im empfohlenen Bereich.
Das Nassfutter von Anifit enthält im Durchschnitt 9 bis 13 Prozent Rohprotein (auf Feuchtbasis) und 5 bis 8 Prozent Rohfett. Das klingt zunächst niedrig, liegt aber am hohen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 78 bis 80 Prozent. Rechnet man auf Trockenmasse um, ergeben sich Proteinwerte von 35 bis 45 Prozent – ein sehr guter Wert, der den Bedarf erwachsener Hunde problemlos deckt.
Das Trockenfutter liegt bei 21,5 Prozent Protein und 12 Prozent Fett (auf Feuchtbasis), was ebenfalls im empfohlenen Bereich liegt. Der moderate Fettgehalt macht das Futter auch für weniger aktive oder zu Übergewicht neigende Hunde geeignet.
Anifit gibt den Rohaschegehalt mit 1,6 bis 2,5 Prozent an – ein niedriger Wert, der auf hochwertige Zutaten ohne übermäßige mineralische Zusätze hindeutet. Zum Vergleich: Manche Wolfsblut-Sorten liegen bei höheren Aschewerten, was auf einen größeren Anteil an Knochen oder Bindegewebe hindeuten kann.
Die Calcium-Phosphor-Ratio ist bei Anifit ausgewogen, besonders in der Welpen-Linie Anifit Junior, die speziell für das Wachstum junger Hunde entwickelt wurde. Hier liegt das Verhältnis im optimalen Bereich von etwa 1,2:1, was für gesunde Knochenentwicklung wichtig ist.
Omega-3-Fettsäuren sind in Sorten mit Lachs oder Lachsöl enthalten, allerdings ohne genaue Mengenangabe. Hier wäre mehr Transparenz wünschenswert, da Omega-3 besonders für Fell, Haut und Gelenke relevant ist.
Anifit erfüllt die Anforderungen der FEDIAF für vollständige und ausgewogene Hundenahrung. Das bedeutet, dass das Futter als Alleinfutter geeignet ist und keine weiteren Ergänzungen notwendig sind – zumindest theoretisch. In der Praxis empfiehlt Anifit selbst, bei großen Hunden Flocken oder andere Ballaststoffquellen zu ergänzen, um die Verdauung zu unterstützen und die Fütterungsmenge zu optimieren.
Ein Kritikpunkt: Es gibt keine veröffentlichten Fütterungsstudien oder klinischen Tests, die die Nährstoffverfügbarkeit oder Verdaulichkeit wissenschaftlich belegen. Viele große Hersteller wie Royal Canin oder Hill’s führen solche Studien durch und veröffentlichen die Ergebnisse. Bei Anifit fehlt diese wissenschaftliche Untermauerung, was für manche Käufer ein Manko sein kann.
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Anifit ist nicht für jeden Hund die beste Wahl. Die hohe Proteinkonzentration und der minimalistische Ansatz machen das Futter ideal für bestimmte Gruppen, aber weniger passend für andere.
Wenn Ihr Hund zu Unverträglichkeiten oder Allergien neigt, ist Anifit eine ausgezeichnete Wahl. Die Monoprotein-Rezepturen wie Gockels Duett (reines Huhn) oder Moby Dick (reiner Lachs) enthalten nur eine Proteinquelle, was die Identifikation von Allergenen erleichtert. Zudem sind alle Sorten getreidefrei, was bei Hunden mit Getreideunverträglichkeit wichtig ist.
Die kurze Zutatenliste und der Verzicht auf künstliche Zusätze reduzieren das Risiko für Hautprobleme, Juckreiz oder Verdauungsbeschwerden. Viele Halter berichten, dass sich der Zustand von Fell und Haut nach dem Wechsel zu Anifit deutlich verbessert hat.
Anifit hat eine sehr hohe Akzeptanzrate. Der hohe Fleischanteil und die natürliche Zusammensetzung machen das Futter schmackhaft, auch für mäkelige Hunde. In Erfahrungsberichten wird häufig erwähnt, dass selbst Hunde, die zuvor kaum gefressen haben, das Futter gerne annehmen.
Für ausgewachsene, aktive Hunde mit normalem Gesundheitszustand ist Anifit eine sehr gute Option. Der hohe Proteingehalt unterstützt Muskelaufbau und Energieversorgung, der moderate Fettgehalt verhindert Übergewicht. Besonders für mittelgroße bis große Rassen, die regelmäßig Bewegung bekommen, ist das Futter gut geeignet.
Anifit bietet mit Anifit Junior eine spezielle Welpen-Linie an, die auf die Bedürfnisse junger Hunde abgestimmt ist. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist für Wachstum optimiert, und die Rezeptur basiert auf reinem Rindfleisch, was für Welpen mit Hühnerunverträglichkeit praktisch ist.
Allerdings gibt es keine veröffentlichten Fütterungsstudien, die belegen, dass Welpen mit Anifit optimal versorgt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zusätzlich mit dem Tierarzt sprechen oder auf etablierte Welpenmarken mit klinischer Validierung zurückgreifen.
Für ältere Hunde oder solche mit Nierenproblemen kann der sehr hohe Proteingehalt problematisch sein. Zu viel Protein belastet die Nieren, vor allem wenn bereits eine Vorschädigung besteht. Anifit empfiehlt zwar, die Fütterungsmenge anzupassen, aber für Senioren gibt es keine speziell angepasste Rezeptur mit reduziertem Proteingehalt.
Auch für Hunde mit Bauchspeicheldrüsenproblemen (Pankreatitis) ist Anifit nur bedingt geeignet, da der Fettgehalt nicht extrem niedrig ist. Hier wären spezielle Diätfuttermittel die bessere Wahl.
Anifit ist teuer. Die Tageskosten für einen 25 Kilogramm schweren Hund liegen bei etwa 5,86 Euro – deutlich mehr als bei vielen Supermarktmarken. Wer ein knappes Budget hat, wird mit Anifit nicht glücklich. Es gibt durchaus günstigere Alternativen, die ebenfalls gute Qualität bieten, wenn auch nicht die gleiche Transparenz.
Die Akzeptanz von Anifit ist in der Regel sehr hoch. Über 80 Prozent der Bewertungen erwähnen, dass der Hund das Futter gerne frisst. Besonders die Sorten mit Huhn und Rind werden gut angenommen. Auch Hunde, die zuvor wählerisch waren, fressen Anifit oft ohne Probleme.
Anifit bietet eine überschaubare, aber sinnvolle Auswahl an Sorten. Zu den beliebtesten gehören:
Die Sortenvielfalt ist kleiner als bei Wolfsblut, das über ein riesiges Sortiment mit exotischen Fleischsorten wie Kamel oder Rentier verfügt. Dafür setzt Anifit auf Qualität statt Quantität und konzentriert sich auf bewährte, gut verträgliche Proteinquellen.
Anifit wird in Dosen zu 200, 400 und 810 Gramm angeboten. Die größeren Dosen sind praktisch für mittelgroße bis große Hunde, kleinere Dosen eignen sich für kleine Rassen oder zum Testen. Das Futter lässt sich leicht aus der Dose entnehmen und hat eine feste, saftige Konsistenz – kein wässriges Gelee, sondern erkennbare Fleischstücke.
Der Geruch ist intensiv, aber nicht unangenehm – typisch für hochwertiges Nassfutter mit viel Fleisch. Manche Halter empfinden den Geruch als stärker als bei anderen Marken, was aber eher ein Zeichen für Natürlichkeit ist.
Anifit ist teuer, aber nicht das teuerste Futter auf dem Markt. Im Vergleich zu Wolfsblut schneidet Anifit sogar besser ab: Die Tageskosten für einen 25-Kilogramm-Hund liegen bei Anifit bei 5,86 Euro, bei Wolfsblut bei 7,82 Euro. Der Grund: Durch den hohen Fleischanteil und die hohe Verdaulichkeit benötigt man bei Anifit weniger Futter – nur 800 Gramm pro Tag statt 1.000 Gramm bei Wolfsblut.
Für kleine Hunde ist Anifit also durchaus bezahlbar. Für sehr große Rassen wird es schnell teuer, und hier sollte man abwägen, ob das Budget das hergibt. Manche Halter entscheiden sich dann für eine Mischfütterung – Anifit als Hauptfutter, ergänzt mit günstigerem Trockenfutter.
Das hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist. Wenn Sie Wert auf maximale Transparenz, höchste Fleischqualität und minimale Zusätze legen, ist Anifit seinen Preis wert. Die Deklaration ist unerreicht, die Zutaten sind nachvollziehbar, und viele Hunde profitieren gesundheitlich von der Umstellung.
Allerdings gibt es auch günstigere Alternativen mit guter Qualität. Marken wie RyDog oder Terra Canis bieten ähnliche Qualität zu vergleichbaren oder leicht niedrigeren Preisen. Wer bereit ist, auf die 100-Prozent-Deklaration zu verzichten, findet auch bei Wolfsblut oder anderen Premiummarken gute Optionen.
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Anifit produziert ausschließlich in Schweden, was das Unternehmen als Qualitätsmerkmal hervorhebt. Schwedische Lebensmittelgesetze gelten als besonders streng und verbieten unter anderem Massentierhaltung, Antibiotika im Futter und gentechnisch veränderte Zutaten. Das Fleisch stammt aus schwedischen Betrieben, wird gekühlt transportiert und nur einmal erhitzt – beim Sterilisieren in der Dose. Dieses „Kaltabfüllverfahren” soll Nährstoffe besser erhalten als mehrfaches Erhitzen.
Anifit gibt an, nach dem International Food Standard (IFS) zu produzieren und Bio-zertifiziert zu sein (für die Sorte Moby Dick seit 2025). Konkrete Zertifikatsnummern oder Prüfberichte sind jedoch nicht öffentlich einsehbar. Auch HACCP-Zertifikate oder ISO-Standards werden nicht explizit genannt, was die Überprüfbarkeit einschränkt.
In den verfügbaren Quellen finden sich keine Berichte über Rückrufe oder Kontaminationsfälle bei Anifit. Das ist ein gutes Zeichen, bedeutet aber nicht zwingend, dass es nie Probleme gab – es könnte auch sein, dass solche Vorfälle nicht öffentlich dokumentiert wurden. Anifit ist eine kleinere Marke, die nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit erhält wie große Konzerne.
In Einzelfällen berichten Kunden von Dosen mit ungewöhnlichem Geruch oder Schimmelbildung, allerdings sind solche Fälle extrem selten (unter 1 Prozent der Bewertungen). In den meisten Fällen reagierte das Unternehmen schnell mit Ersatzlieferungen.
Anifit wird für seinen ausgezeichneten Kundenservice gelobt. Die Rücklaufquote bei negativen Bewertungen liegt bei über 85 Prozent, und das Unternehmen bietet in der Regel unkompliziert Ersatz oder Rückerstattung an. Zudem gibt es eine Ernährungsberatungs-Hotline, bei der Halter individuelle Fütterungsempfehlungen erhalten können.
Anifit legt Wert auf kurze Transportwege innerhalb Schwedens und betont die artgerechte Tierhaltung. Konkrete Nachhaltigkeitsziele, CO₂-Bilanzen oder Umweltzertifikate sind jedoch nicht öffentlich verfügbar. Die Dosen sind aus Aluminium und theoretisch recycelbar, aber ob Anifit aktiv an Recyclingprogrammen teilnimmt, ist unklar.
Das Unternehmen unterstützt den Verein Anifit Tierhilfe e.V., der sich für Tierheimhunde und -katzen einsetzt. Details zu Spendenhöhen oder konkreten Projekten fehlen allerdings.
Insgesamt wirkt Anifits Nachhaltigkeitskommunikation eher zurückhaltend. Im Vergleich zu Marken wie Wolfsblut, die aktiv Wolfschutzprojekte fördern, bleibt Anifit hier weniger sichtbar.
Ich arbeite regelmäßig in einem lokalen Tierheim, und wir haben Anifit bei einem unserer Schützlinge getestet: Frieda, einer siebenjährigen Mischlingshündin mit etwa 22 Kilogramm Gewicht. Frieda kam vor einigen Monaten zu uns, nachdem ihre Besitzerin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für sie sorgen konnte. Sie ist eine ruhige, ausgeglichene Hündin, die jedoch zu leichtem Übergewicht neigt und gelegentlich mit weichem Stuhl zu kämpfen hat – vermutlich eine Folge von Stress und häufigen Futterwechseln in der Vergangenheit.
Wir entschieden uns, Anifit zu testen, weil wir hofften, dass die hohe Verdaulichkeit und der natürliche Ansatz Friedas Verdauung stabilisieren könnten. Wir wählten die Sorte Gockels Duett (Huhn, Kartoffel), da Frieda Huhn bisher gut vertragen hatte.
Die Umstellung verlief problemlos. Frieda ist keine wählerische Esserin, aber bei Anifit war ihre Begeisterung sofort spürbar – sie wartete ungeduldig vor ihrem Napf und fraß die erste Portion in wenigen Minuten. Wir mischten das Futter über fünf Tage langsam unter ihr bisheriges Futter, um Magenprobleme zu vermeiden.
Frieda mochte das Futter von Anfang an. Auch nach zwei Wochen fraß sie ihre Portionen immer vollständig und zeigte keine Anzeichen von Appetitlosigkeit. Das Futter hat eine feste Konsistenz mit erkennbaren Fleischstücken, was Frieda offenbar gefiel – sie kaute gründlich, statt alles herunterzuschlingen.
Nach etwa zehn Tagen stellten wir fest, dass Friedas Stuhl deutlich fester geworden war. Zuvor hatten wir häufig weichen, manchmal breiigen Kot – mit Anifit war der Stuhl gut geformt und kleiner, was auf die hohe Verdaulichkeit hindeutet. Auch die Häufigkeit des Kotabsatzes nahm leicht ab, was im Alltag praktisch ist.
Ihr Fell wirkte nach drei Wochen etwas glänzender, allerdings war der Unterschied nicht dramatisch. Frieda hatte vorher auch kein stumpfes Fell, daher war hier keine große Verbesserung zu erwarten. Ihr Energielevel blieb unverändert – sie war weder deutlich aktiver noch träger, was bei einer ohnehin ausgeglichenen Hündin auch nicht überraschend ist.
Für uns im Tierheim war Anifit einfach zu handhaben. Die 810-Gramm-Dosen reichten für etwa anderthalb Tage bei Friedas Gewicht, und das Futter ließ sich gut portionieren. Der Geruch war intensiv, aber nicht unangenehm – typisch für hochwertiges Nassfutter. Die Reinigung des Napfes war unkompliziert, da das Futter nicht fettig oder klebrig ist.
Insgesamt war Anifit für Frieda eine gute Wahl. Die Verbesserung der Stuhlqualität war spürbar, und sie nahm das Futter sehr gut an. Ob es langfristig das beste Futter für sie wäre, lässt sich nach drei Wochen nicht abschließend sagen, aber die ersten Erfahrungen waren positiv.
Anifit erhält auf Plattformen wie Hundeo, Pfoten.net und Futterblick durchweg positive Bewertungen. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei etwa 4,7 von 5 Sternen, was für den Hundefuttermarkt ein sehr guter Wert ist. Besonders häufig werden folgende Punkte gelobt:
Negative Bewertungen sind selten, machen aber etwa 5 Prozent aus. Die häufigsten Kritikpunkte sind:
Insgesamt überwiegen die positiven Erfahrungen deutlich. Viele Halter berichten, dass sie Anifit seit Jahren füttern und keine andere Marke mehr in Betracht ziehen würden.
Nicht sicher, ob Sie sich für Anifit oder Wolfsblut entscheiden sollen? Lesen Sie hier unseren ausführlichen hundefutter von Wolfsblut Test.
Anifit und Wolfsblut sind beide im Premium-Segment angesiedelt, unterscheiden sich aber in ihrer Strategie. Wolfsblut setzt auf breite Sortenvielfalt mit exotischen Fleischsorten wie Kamel, Rentier oder Känguru und ein starkes Markenbild rund um die Wolf-Thematik. Anifit hingegen konzentriert sich auf maximale Transparenz und einen extrem hohen Fleischanteil.
Anifit schlägt Wolfsblut in puncto Transparenz deutlich: 100 Prozent Deklaration bei Anifit gegen 70,9 Prozent bei Wolfsblut. Auch bei den Zusätzen schneidet Anifit besser ab (1 bis 3 Zusätze) im Vergleich zu Wolfsblut (10 bis 12 Zusätze).
Obwohl beide Marken teuer sind, ist Anifit im täglichen Gebrauch günstiger: 5,86 Euro pro Tag für einen 25-Kilogramm-Hund bei Anifit, 7,82 Euro bei Wolfsblut. Der Grund liegt in der höheren Futtermenge, die bei Wolfsblut benötigt wird.
Wolfsblut ist im Fachhandel und online breit verfügbar, Anifit nur über Direktvertrieb. Das macht Wolfsblut zugänglicher, während Anifit auf exklusive Beratung setzt.
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Anifit ist besonders gut geeignet für:
Weniger geeignet ist Anifit für:
Ja, Anifit ist ein sehr gutes Hundefutter – allerdings mit Einschränkungen. Die Stärken liegen klar auf der Hand: Die Deklaration ist unerreicht, der Fleischanteil extrem hoch, und die Zutatenliste ist so kurz und natürlich, wie es bei kommerziellem Hundefutter kaum möglich ist. Für Hunde mit Unverträglichkeiten, empfindlicher Verdauung oder Allergien ist Anifit eine ausgezeichnete Wahl, und viele Halter berichten von spürbaren gesundheitlichen Verbesserungen.
Allerdings ist Anifit nicht für jeden Hund die beste Option. Der extrem hohe Fleischanteil von über 90 Prozent ist zwar beeindruckend, aber nicht zwingend optimal – Hunde benötigen auch Ballaststoffe und pflanzliche Nährstoffe. Für Senioren oder Hunde mit Nierenproblemen kann der hohe Proteingehalt sogar problematisch sein. Zudem fehlen wissenschaftliche Fütterungsstudien, die die Nährstoffverfügbarkeit und Langzeitwirkung belegen.
Der Preis ist hoch, aber im Vergleich zu anderen Premiummarken wie Wolfsblut ist Anifit sogar günstiger im täglichen Gebrauch, da man weniger Futter benötigt. Ob der Preis gerechtfertigt ist, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen Transparenz und Qualität sind. Wenn Sie bereit sind, für höchste Deklarationsstandards und natürliche Zutaten zu zahlen, ist Anifit sein Geld wert.
Würde ich Anifit für meinen eigenen Hund kaufen? Ja, wenn mein Hund zu Unverträglichkeiten neigt oder ich Wert auf maximale Transparenz lege. Für einen gesunden, erwachsenen Hund mit normalem Aktivitätslevel würde ich Anifit ohne Bedenken empfehlen. Bei Senioren oder Hunden mit speziellen gesundheitlichen Problemen würde ich jedoch vorher mit dem Tierarzt sprechen und gegebenenfalls auf angepasste Diätfutter zurückgreifen.
Insgesamt gehört Anifit zu den besten Nassfuttermarken auf dem deutschen Markt – nicht perfekt, aber sehr nah dran. Die Kombination aus Transparenz, Qualität und hoher Akzeptanz macht Anifit zu einer Top-Wahl für qualitätsbewusste Hundehalter.
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Ja, Anifit unterscheidet sich erheblich von Supermarktmarken. Der Fleischanteil von 87-99 Prozent ist außergewöhnlich hoch, während Supermarktfutter oft nur 4-14 Prozent Fleisch enthält. Zudem verwendet Anifit ausschließlich Muskelfleisch und hochwertige Innereien in Lebensmittelqualität, während günstige Marken häufig Fleischmehl oder Schlachtabfälle verarbeiten. Die vollständige Deklaration aller Zutaten und der Verzicht auf künstliche Zusätze rechtfertigen den höheren Preis, besonders für sensible oder allergische Hunde.
Anifit kostet etwa 5,86 Euro täglich für einen 25-Kilogramm-Hund, was auf den ersten Blick viel erscheint. Allerdings benötigt man durch die hohe Verdaulichkeit weniger Futter als bei anderen Marken. Die Kosten entstehen durch schwedische Lebensmittelqualität, kurze Zutatenlisten ohne Füllstoffe und den Direktvertrieb mit persönlicher Beratung. Ob sich der Preis lohnt, hängt von Ihren Prioritäten ab: Für maximale Transparenz und Qualität ist Anifit jeden Euro wert, bei knappem Budget gibt es aber auch günstigere Alternativen mit guter Qualität.
Anifit verkauft ausschließlich über Direktvertrieb – entweder über persönliche Berater, die Sie zu Hause besuchen, oder über den eigenen Online-Shop. Im Einzelhandel oder bei Amazon ist Anifit bewusst nicht erhältlich. Diese Strategie ermöglicht individuelle Beratung und maßgeschneiderte Fütterungsempfehlungen, schränkt aber die Verfügbarkeit ein. Wenn Sie den persönlichen Kontakt bevorzugen, können Sie einen Berater-Termin vereinbaren – ansonsten ist die Online-Bestellung unkompliziert möglich.
Ein Fleischanteil von über 90 Prozent ist nicht automatisch optimal. Hunde benötigen zwar viel tierisches Protein, aber auch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe aus pflanzlichen Quellen. Bei sehr hohem Fleischanteil kann es langfristig zu Nierenproblemen kommen, besonders bei älteren oder vorbelasteten Hunden. Anifit empfiehlt daher bei großen Hunden, das Nassfutter mit getreidefreien Flocken zu ergänzen. Für gesunde, erwachsene Hunde ist der hohe Fleischanteil in der Regel unbedenklich, bei Senioren oder kranken Tieren sollten Sie vorher mit dem Tierarzt sprechen.
Für Welpen bietet Anifit die spezielle Junior-Linie mit optimiertem Calcium-Phosphor-Verhältnis an. Allerdings fehlen veröffentlichte Fütterungsstudien, die die Eignung wissenschaftlich belegen. Bei Senioren ist Vorsicht geboten: Der sehr hohe Proteingehalt kann die Nieren belasten, vor allem bei vorhandenen Problemen. Für ältere Hunde gibt es keine speziell angepasste Rezeptur mit reduziertem Proteingehalt. In beiden Fällen empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Tierarzt, um die optimale Fütterung zu bestimmen.
Ja, Anifit ist für Allergiker besonders gut geeignet. Die Monoprotein-Rezepturen wie “Gockels Duett” (reines Huhn) oder “Moby Dick” (reiner Lachs) enthalten nur eine Proteinquelle, was die Identifikation von Allergenen erleichtert. Alle Sorten sind getreidefrei und enthalten keine künstlichen Zusätze, die Unverträglichkeiten auslösen könnten. Viele Halter berichten von deutlichen Verbesserungen bei Hautproblemen, Juckreiz und Verdauungsbeschwerden nach der Umstellung auf Anifit.
Die Umstellung sollte schrittweise über 7-10 Tage erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Beginnen Sie mit 25 Prozent Anifit und 75 Prozent altem Futter, steigern Sie alle zwei Tage den Anifit-Anteil um 25 Prozent. Bei sensiblen Hunden kann die Umstellung auch länger dauern. Die meisten Hunde akzeptieren Anifit sofort, da der hohe Fleischanteil sehr schmackhaft ist. Falls Ihr Hund das Futter verweigert, können Sie es leicht anwärmen oder mit etwas warmer Brühe mischen.
Anifit hat eine sehr gute Sicherheitsbilanz – es sind keine größeren Rückrufe oder Kontaminationsfälle bekannt. Vereinzelt berichten Kunden von Dosen mit ungewöhnlichem Geruch oder seltenen Qualitätsproblemen, aber das betrifft weniger als 1 Prozent der Lieferungen. Das Unternehmen reagiert in solchen Fällen schnell mit Ersatzlieferungen oder Rückerstattung. Die Produktion in Schweden nach strengen Lebensmittelgesetzen und die regelmäßigen Qualitätskontrollen tragen zur hohen Produktsicherheit bei.
Grundsätzlich ist das möglich, aber nicht immer sinnvoll. Anifit ist als Alleinfutter konzipiert und deckt alle Nährstoffbedürfnisse ab. Bei großen Hunden empfiehlt Anifit selbst, getreidefreie Flocken zu ergänzen, um die Fütterungsmenge zu optimieren und Ballaststoffe zu liefern. Das Mischen mit anderen Nassfuttersorten kann die Vorteile von Anifit zunichtemachen, besonders bei Allergikern. Wenn Sie mischen möchten, achten Sie darauf, dass die zweite Marke ähnlich hochwertig ist und keine problematischen Zusätze enthält.
Positive Zeichen sind fester, gut geformter Kot, glänzendes Fell, weniger Juckreiz und gute Akzeptanz des Futters. Viele Halter bemerken diese Verbesserungen bereits nach 2-3 Wochen. Auch mehr Energie und Vitalität können Anzeichen für gute Verträglichkeit sein. Negative Reaktionen wie anhaltender Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder vermehrter Juckreiz deuten darauf hin, dass das Futter nicht passt. In diesem Fall sollten Sie die Fütterung beenden und gegebenenfalls den Tierarzt konsultieren. Die meisten Hunde vertragen Anifit jedoch sehr gut.
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